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National

Schalker Ultras sollen Freiburger Fanprojekt angegriffen haben

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 10. November 2014
Quelle: imago

Vermummte Schalker Ultras sollen gegnerische Fans am Fanprojekt des SC Freiburg angegriffen haben, das berichtet die örtliche Polizei. 30 Gäste-Anhänger wurden vorübergehend festgenommen. Schon auf der Anreise war eine Gruppe Schalker Fans an einer Rastätte auffällig geworden und mit einem Stadtverbot im Gepäck auf die Rückreise geschickt worden.

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Kurz nach 18 Uhr soll ein Schalker Fanbus nach dem Spiel in der Nähe des Freiburger Fanprojekts gehalten haben. Einige vermummte Gäste-Anhänger hätten daraufhin gegnerische Fans angegriffen, die sich am Fanprojekt aufhielten. Nach Einschreiten der Polizei hätten sich beide Gruppen in dem Bus, beziehungsweise die Räumlichkeiten des Fanprojekts zurückgezogen. 30 Schalker Fans wurden vorläufig festgenommen, bei 90 Freiburger Anhängern die Personalien festgestellt. Insgesamt dauerte die erkennungsdienstliche Behandlung geschlagene drei Stunden. Jeweils eine Person beider Lager wurde sichtbar verletzt. Laut Polizei seien alle Tatverdächtigen der Ultra-Szene zuzuordnen.

Schon auf der Anreise sollen gegen 11.30 Uhr rund 40 Personen auf einer Raststätte bei Baden-Baden ein Toilettenhäuschen mit dem Schalker Emblem versehen haben. Zudem einige Personen der Gruppe auf das Dach des Häuschens gestiegen und hätten dort Pyrotechnik gezündet, heißt es in dem Polizeibericht. Einige S04-Anhänger sollen weiterhin mehrere Autos aufgeschaukelt haben – unter anderem einen Fahrschulwagen, in dem auch ein Fahrschüler saß. Bei einer Personenkontrolle stellte die Polizei Spraydosen, größere Mengen Pyrotechnik und Betäubungsmittel fest. Anschließend eskortierten die Beamten die Gruppe bis zur Landesgrenze. Es laufen Ermittlungen unter anderem wegen Nötigung und Verstößen gegen das Sprengstoff- und Betäubungsmittelgesetz.

Bereits in der vergangenen Saison kam es am Freiburger Fanprojekt zu einer Auseinandersetzung zwischen Nürnberger und Freiburger Anhängern.