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National

Schalke soll ein eingetragener Verein bleiben

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 14. Oktober 2014
Quelle: imago

Mit seinen Aussagen bezüglich einer möglichen „Schalke AG“ dürfte Clemens Tönnies einigen Schalkern einen gehörigen Schrecken eingejagt haben. Nun rudert der Aufsichtsratsvorsitzende jedoch zurück.

In einem Interview mit dem Westfalen-Blatt hatte Tönnies zu einer Veränderung der Rechtsform des FC Schalke 04 gesagt: „Wir werden genau beobachten, wie sich die Liga verändert. Etwa wenn Red Bull Leipzig als weiterer, ganz starker Akteur auftritt. Wenn wir uns mit Bayern, Dortmund, Red Bull, Leverkusen oder Wolfsburg vergleichen, sind wir der letzte Dino, der ein Verein ist. Wir müssen das beobachten und dann sehen: Haben wir Handlungsdruck das zu verändern? Das müssen dann jedoch die Mitglieder entscheiden, nicht Clemens Tönnies. Ich liebe diesen Verein so, wie er ist.“

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Auf der Schalker Homepage bekräftigt Tönnies nun jedoch, dass der Verein keineswegs über eine neue Rechtsform nachdenke: „Wir haben uns auf der vergangenen Jahreshauptversammlung im Mai eindeutig zu unserer Rechtsform als eingetragener Verein bekannt. Aktuell arbeitet eine aus Vereinsmitgliedern aus der Fanszene und Vereinsverantwortlichen zusammengesetzte Satzungskommission sehr konstruktiv an Vorschlägen, diese Strukturen zu stärken“, so Tönnies. Das Zitat „Ich liebe diesen Verein so, wie er ist“, betone dies ausdrücklich.

Um dennoch wettbewerbsfähig zu bleiben, arbeite der Verein bereits jetzt zum Beispiel in einer Satzungskommission mit den Vereinsmitgliedern darauf hin, „uns so zu wappnen, dass wir alle unsere Möglichkeiten als eingetragener Verein ausschöpfen und gleichzeitig unsere Vereinskultur erhalten.“

Bereits im Januar hatte der FC Schalke aufkeimende Gerüchte um eine mögliche Ausgliederung vehement zurückgewiesen. Wir sprachen damals mit Roman Kolbe vom Fanzine „Schalke Unser“ über die Vorzüge eines eingetragenen Vereins. Das Interview könnt ihr hier nachlesen.