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Schalke schweigt über Rechtsstreit mit Viagogo

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 10. April 2014

Der Vertrag mit der in Deutschland schwer umstrittenen Ticketbörse „Viagogo“ war das vorherrschende Thema auf der letzten Jahreshauptversammlung des FC Schalke 04. Ein Jahr später hat der Bundesligist dem Unternehmen die Zusammenarbeit zwar längst aufgekündigt, neue Informationen zu dem Thema werden die Mitglieder auf der anstehenden Versammlung am 4. Mai aber nicht bekommen.

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Schalke hatte Viagogo bereits im Juli vergangenen Jahres fristlos gekündigt und weiterhin Klage bei der Deutschen Institution für Schiedsgerichtbarkeit eingereicht. Mit einem Urteil ist aber nicht vor Anfang Juli zu rechnen. Daher kündigte der Bundesligist bereits jetzt auf seiner Homepage an, über die Abläufe des Rechtsstreits keine Details bekanntgeben zu können: „Liebend gern würden wir alle Mitglieder bereits am 4. Mai zu diesem Thema, über die Abläufe im vergangenen Jahr informieren. Es würde deutlich werden, dass die Vereinsverantwortlichen damals die Interessen des Clubs gewahrt, sondern vor allem der sachlichen Kritik und den konstruktiven Hinweisen ihrer Mitglieder, die es bei aller Aufgeregtheit auch gab, sehr viel Gehör geschenkt haben. Um unsere Rechtsposition im laufenden Verfahren nicht zu gefährden, kann daher die Aufarbeitung dieser Ereignisse nicht Gegenstand der Jahreshauptversammlung sein.“

Nach massiver Kritik von Fans und Mitgliedern hatte der FC Schalke 04 Viagogo kurz nach der letzten Jahreshauptversammlung gekündigt. Daraufhin warfen die Schweizer dem Verein vor, sogar noch weitere Ticketkontingente zugesagt zu haben, was Schalker Offizielle wiederum vehement bestritten. Ursprünglich hatten die Gelsenkirchener dem Internethändler 3.000 Karten pro Saison zugesagt, die er auf seiner Plattform mit maximal 100 Prozent Aufschlag gegenüber dem Originalpreis hätte verkaufen dürfen, was S04 3,5 Millionen Euro in die Kassen gespült hätte.