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National

Schalke-Fans wollen ihrem Verein eine Hymne schenken

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 01. Juni 2015
Quelle: imago

Strenggenommen ist der FC Schalke 04 schon am 4. Mai 111 Jahre alt geworden. Da Fans aber ja quasi das gesamte Jahr über Ständchen für ihren Verein singen, wollen fünf Königsblaue bis zum Start der kommenden Bundesliga-Saison ein professionelles Geburtstagslied produzieren.

Das Wichtigste bringen Benjamin Ehrchen, Lukas Schneider, Krischan Wesenberg, Dominik Kiwic und Clara Pörtner dazu eigentlich schon mit. Der Song „111 Jahre Schalke“ steht. Allein: Bei der selbstproduzierten Demo-Version wollen die Komponisten es nicht belassen. Der Gruppe, die als „Zwölfter Mann“ für ihr Projekt wirbt, schwebt eine professionelle Produktion vor: „Mit einem großen und imposanten Chor, dazu malerische Pianos, amtliche Stromgitarren, ein berauschendes Schlagzeuggewitter und blühende Wunderkerzen.“ Wünschen kann man sich schließlich viel, aber eine professionelle Musikproduktion kostet auch 2015 noch eine Stange Geld.

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Mit Hilfe von Crowdfunding will die Gruppe deshalb nun bis zum 15. Juli insgesamt 11.111 Euro eintreiben, um den Song im Studio aufzunehmen und zu produzieren. Die ersten Spenden sind bereits eingegangen und die Zielgruppe groß genug, als dass es nicht dabei bleiben muss. Laut Projektbeschreibung soll sich schließlich jeder Schalke-Fan angesprochen fühlen. „Als Verkörperung der Schalker Werte vertont der Song gleichsam die Gefühle der Seele des Clubs und seiner Anhängerschaft, daher auch: ‚Der Zwölfte Mann‘. Text und Komposition entstanden auf dem Hintergrund des Arbeiterlieds aus Zeiten der ersten Schachtabteufung und der königsblauen Traditionen und Erfolge inmitten von Gelsenkirchen“, erklären die Macher. Der Weg in die Schalker Herzen ist dem Verfasser solcher Zeilen offenbar bekannt. Es bleibt nur abzuwarten, ob sich das auch in Euro messen lässt. Für Spenden gibt es verschiedene Gratifikationen. Das Lied als MP3, als CD oder eine Erwähnung im Booklet. Und eins hat der „Zwölfte Mann“ seinem Verein bereits voraus: Der Name des Teamchefs ist schon vergeben.