Anzeige

National

Schafft es der Kind-muss-weg-Burger zu McDonald’s?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 13. April 2015

Ohne Bewegung kann sich nichts verändern. Die Fronten zwischen 96-Präsident Martin Kind und großen Teilen der Hannoveraner Fanszene scheinen aber zementiert, eine Eiszeit kann eben lange dauern. Statt Frühlingsgefühle und Tauwetter einsetzen, scheint sich die Kritik an Kind vielmehr als ein kleines gemeinsames Vielfaches sämtlicher Fankurven zu manifestieren. Erst am Wochenende solidarisierten sich Hertha-Anhänger mit den kritischen 96-Fans, auch wenn die zu großen Teilen nur am TV von den Spruchbänder der Berliner mitbekamen.

Anzeige

Viele haben in Kind einen Gegenspieler ausgemacht, der verkörpert, was einige Fans im Allgemeinen und Ultras im Besonderen kritisieren. Der Slogan „Kind muss weg“ und das Konterfei des 70-Jährigen – innerhalb der Szene ein nahezu popkultureller Code, der mitunter seltene Stilblüten treibt. Gerade hat die wohl einschlägigste aller Fast-Food-Kette ihren inzwischen beinahe turnusmäßig Wettbewerb ausgerufen, sich über Ingredienzien und  Namen möglicher Aktionsprodukte zu ergehen. Nachdem der HSV sich vermittels Standort-Nachteil schon für flache Hamburger-Witze empfohlen hat, befleißigen sich nun offenbar auch 96-Fans des Marketing-Tools, um ihr Begehr Burger werden zu lassen.

Zumindest liegt die Vermutung im Fall des „M. Kind muss weg – Pro Fankultur Burgers“ nicht ganz fern. Die Botschaft jedenfalls scheint angekommen zu sein. Mit 2.157 Likes belegt das Rezept von Marcel S. gerade Platz vier im Niedersachsen-Ranking – und das sicher nicht nur, weil Hähnchen-Pressfleisch und Senf so lecker sind. Ob der Konzern bei der Idee im Falle eines Falles am Ende auch mitspielt, ist damit freilich nicht gesagt.

Eins sei jedoch angemerkt: Um die Hühnersemmel bei der Ankunft von einer Auswärtsfahrt um 4 Uhr morgens noch flüssig zu bestellen, ist der Name einigermaßen untauglich. Nur, dass sich hinterher niemand beschwert!