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National

Rummenigge schlägt Alarm: Rassismus gegen FC Bayern?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 11. September 2014
Quelle: imago

Was musste sich der FC Bayern München nicht alles anhören. Trainer, Mitglieder des Funktionsteams und zehn Spieler aus Spanien stehen an der Säbener Straße in Lohn und Brot und die Presse hat nichts Besseres zu tun, als vom FC España zu wortwitzeln.

Das kann sich Karl-Heinz Rummenigge nicht länger mit ansehen und geht im Vorwort des Stadionhefts zum Spiel gegen den VfB Stuttgart in die Offensive. Dass in München nicht die Wiege der Diplomatie steht, dürfte bekannt sein. Daher fährt der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG auch schwere Geschütze gegen die Presse auf: „In manchen Redaktionsstuben geschieht Merkwürdiges“, holt Rummenigge aus. Er lese von „spanischem Aufrüsten“ oder „spanischer Invasion.“ Diese „Kampagne“ stehe „in völligem Widerspruch zu Werten wie Respekt, Toleranz und Vielfalt, die in Deutschland gesellschaftlicher Konsens sind.“ Dabei scheut er sich auch nicht davor, auf das Champions-League-Spiel des Rekordmeisters in Moskau anzuspielen, das aufgrund rassistischer Entgleisungen der Fans vor leeren Rängen ausgetragen werden muss. „Wir alle wollen ein weltoffenes, ein buntes, ein vielfältiges Deutschland. Doch in einigen Redaktionen scheint diese Erkenntnis noch nicht vorgedrungen zu sein.“

Ausdrückliches Lob für die eigenen Fans

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Über ein ausdrückliches Lob dürfen sich dagegen die Fans des FC Bayern freuen. „Ich bin froh, dass unsere Anhänger auf eine so durchsichtige Kampagne nicht hereinfallen“, schreibt Rummenigge. Umfragen hätten nicht nur ergeben, dass sie mit der jüngsten Verpflichtung von Xabi Alonso hochzufrieden seien. Bei seinem Debüt auf Schalke hätten sie ihn zudem gleich zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Abschließend betont er noch einmal: „Jeder Ausländerfeindlichkeit und damit verbundenen Polemik zeige ich die Rote Karte!“ Die Botschaft dürfte angekommen sein.