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National

Rot-Weiße Hilfe vermeldet Erfolg

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 02. Juni 2014
Quelle: imago

Im Herbst 2013 brannten Anhänger des 1. FC Kaiserslautern während des Auswärtsspiels beim VfL Bochum Pyrotechnik ab. Für den angeblichen Täter hatte die Aktion ein juristisches Nachspiel. Dank der Rot-Weißen Hilfe konnte der Fall jedoch einigermaßen erfolgreich abgeschlossen werden.

Unter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray sei die Bochumer Polizei in den Pulk der Fans gestürmt, um den angeblichen Täter zu verhafte, berichtet die Rot-Weiße Hilfe auf ihrer Facebook-Seite. Dabei sollen nicht nur Anhänger sondern auch Fanvertreter, die schlichtend eingreifen wollten verletzt worden sein.

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Einige Wochen später wurde gegen den beschuldigten Fan ein Strafverfahren eröffnet. Im Rahmen der erfolgten Akteneinsicht gelang es Rechtsanwalt Stefan Motzenbäcker jedoch die Staatsanwalt zur Einstellung des Verfahrens zu bewegen, da die Angaben zweier Polizisten den vermeintlichen Täter und das verwendete Bengalo nur sehr ungenau beschreiben konnten.

Wenig später wurde gegen den Betroffenen von der Stadt Bochum ein Bußgeldbescheid im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens verhängt. Da der Beschuldigte über seinen Verteidiger dagegen Einspruch einlegte, kam es erneut zu einem Gerichtsverfahren, welches jedoch ohne Auflagen eingestellt wurde, „da die Richterin scheinbar Zweifel an den Aussagen der Polizisten hatte“, wie es in dem Bericht heißt.

Laut Aussagen der Rot-Weißen Hilfe wäre jedoch ein Freispruch konsequent gewesen, der wohl auch ein Strafverfahren gegen die Polizeibeamten nach sich gezogen hätte.

fn