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National

Rot Weiss Essen droht Platzsperre

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 27. März 2015
Quelle: imago

Regionalligist Rot Weiss Essen wurde vom Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Außerdem drohen Block- und Platzsperre.

Insgesamt hat der Verband fünf Vorfälle in Februar und Dezember geahndet, die sich bei den Spielen gegen VfL Bochum II, Sportfreunde Lotte und Rot-Weiß Oberhausen zugetragen haben. Fans hatten Gegenstände auf den Rasen geworfen und Pyrotechnik abgebrannt. Bei dem Spiel gegen RWO wurde eine Signalrakete abgeschossen.

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Geschäftsführer Michael Welling kommentierte die Vorwürfe: „Bei aller zu respektierenden Emotionalität, die gerade einen Verein wie Rot-Weiss Essen begleitet und auszeichnet, darf diese keine Entschuldigung für Aktionen sein, die die Gesundheit anderer Stadionbesucher, Spieler oder Schiedsrichter gefährden.“

Allerdings hinterfragt der Verantwortliche auch die Reaktion des Verbandes und die Höhe der Strafen: „[E]s ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt und alles andere als lösungsorientiert, hier lediglich mit immer höheren Strafen zu reagieren, die Vereine als Alleinschuldige abzuurteilen und die Verhältnismäßigkeit außer Acht zu lassen. Sobald uns die Verbandsoffiziellen aufzeigen, wo wir im Prozess und in der Organisation des Spieltages etwas besser oder anders machen können, probieren wir dies gerne aus.“

In der laufenden Saison musste der Großstadtklub nun schon insgesamt 10.000 Euro bezahlen. Erneute Verstöße könnten mit Block- oder gar Platzsperren geahndet werden.