Anzeige

National

Rostocker gehen nicht zum Spiel in Dresden

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 13. Mai 2015
Quelle: imago

Weil Hansa Rostock für das Auswärtsspiel nur eine geringe Menge Vouchers für die Gästetickets bekommen sollte, werden die Fans dem Spiel am 23. Mai nun fern bleiben. Beide Vereine konnten sich nicht gegen die lokalen Sicherheitsbehörden durchsetzen.

Nach einigem Hin und Her, zudem auch eine Aufstockung des Voucher-Kontingents auf 1.600 Karten gehörte, erteilte Hansa nun eine Absage. Bei einem außerordentlichen Mitgliedervotum am Sonntag sprachen sich die Anhänger mit 95 Prozent der Stimmen gegen das Vergabeprinzip und die wenigen Tickets aus. Wie der Verein nun in einer Pressemitteilung bekannt gab, werden keine Tickets vom Gastgeber bezogen.

Anzeige

„Das Votum unserer Vereinsmitglieder ist für mich verpflichtend und nachvollziehbar. Zumal wir beim Hinspiel den Anhängern von Dynamo Dresden das volle Kartenkontingent zur Verfügung gestellt hatten. Dass die Sicherheitsträger unseren Empfehlungen, auch im Rückspiel die Fankultur zu berücksichtigen, nicht folgen, bedauere ich sehr”, sagte Stadion- und Präventionsmanager Rainer Friedrich. Die Fanszene der Rostocker unterstreicht in einer Mitteilung die aus ihrer Sicht unfaire Behandlung: „Alleine der Fakt, dass Spiele mit mindestens einer gleich zu bewertenden Ausgangslage komplett anders gehandhabt wurden und diese auch in den letzten 3 Monaten stattfanden, macht die Sache noch eindeutiger.“

Da bereits alle Heim-Tickets abgesetzt wurden, wird das Stadion Dresden wohl ohne Rostocker Anhänger auskommen müssen. Lediglich Banner sollen im Gästebereich hängen. So soll verhindert werden, dass die Gastgeber den Bereich für die eigenen Fans freigibt. Außerdem planen die Hanseaten laut liga3-online.de eine Demonstration in Dresden.

UPDATE: Mittlerweile sind auch Details zu der geplanten Demo „für eine nachhaltige und vor allem freie Fankultur“ bekannt. Die Reduzierung des Kontingents bezeichnet die Fanszene Rostock e.V. als „reine Schikane, die teils Auswirkungen bzw. negativen Einfluss auf unsere Grundrechte nimmt. Wir sehen es als unsere Pflicht der Unvernunft Einhalt zu gebieten! Wir werden alles daran setzen, dass wir nochmals eine große, laute, aber auch friedliche Demonstration auf Dresdens Straßen auf die Beine stellen.“