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National

Rostock: Ausschreitungen nach Pokalblamage

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 03. April 2014
Quelle: Jeronimo Ort

Hansa Rostock hat einen turbulenten Abend hinter sich. Nach dem blamablen Landespokal-Aus gegen den Oberligisten 1. FC Neubrandenburg am Mittwochabend (1:2) musste nicht nur Trainer Andreas Bergmann seinen Hut nehmen, im Nachgang der Partie kam es auch zu schweren Ausschreitungen.

Eine aufgebrachte Gruppe von 250 Personen versuchte, an der Westseite des Stadions ein Tor zu öffnen, um zur Mannschaft zu gelangen. Nach Polizeiangaben sollen etwa 60 davon Pflastersteine, Absperrvorrichtungen und Baumaterial auf Ordner, Polizisten und das Stadiongebäude geworfen haben.

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Erst als die Menschenmenge durch das Stadiontor vordrang, konnte die Polizei die Lage unter Kontrolle bringen. Neben etlichen beschädigten Fahrzeugen von Vereinsangestellten, Orndern und Polizisten hat auch das Stadionebäude Schaden genommen. Es laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch.

„Das ist nicht der F.C. Hansa Rostock!“

Der Drittligist verfasste trotz der hektischen Situation noch am Abend eine Stellungnahme und entschuldigte sich darin ausdrücklich bei allen Stadionbesuchern, insbesondere bei den Gästen.

Rostocks Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann betonte: „Frust und Wut über die enttäuschende Leistung der Mannschaft dürfen sich nicht in aggressivem Verhalten entladen. Das, was wir heute sowohl sportlich als auch neben dem Platz erleben mussten, ist nicht der F.C. Hansa Rostock! Für das Fehlverhalten Einzelner möchte ich mich im Namen des gesamten Vereins entschuldigen. In dieser äußerst schwierigen Situation ist es nun von großer Bedeutung, dass sich der F.C. Hansa Rostock und seine Anhänger zusammenraufen und gemeinsam nach vorne blicken. Der F.C. Hansa Rostock wird an seinem Weg der Prävention und gemeinsamen Kommunikation festhalten. Dem 1. FC Neubrandenburg 04 gratulieren wir zum Einzug ins Pokalfinale.“