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National

Rivalität kennt Grenzen. Ein Derby für Zivilcourage

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 25. März 2014
Quelle: C. Faber

Wenn die Fußballwelt heute Abend auf das Revierderby guckt, geht es um mehr als die sportliche Brisanz. Nicht nur die Tabelle macht es zu einem Top-Spiel, sondern vor allem die ausgeprägte Rivalität der beiden Vereine aus Dortmund und Schalke. Doch vor dem Hintergrund von Sicherheitsdebatten und Stadionverboten haben die Klubs bereits gestern das erste positive Ausrufezeichen gesetzt.

fanzeit besuchte das Stadion Rote Erde, wo unter der Leitung von Johannes Böing (BVB-Lernzentrum) und Daniel Deimel (Schalke macht Schule) die Aktion „Derby für Zivilcourage“ stattfand.

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Die beiden Projekte machten erstmals  vor dem Derby gemeinsame Sache und haben zwei Schülergruppen aus Gelsenkirchen und Dortmund ins jeweilige „Feindesland“ gebracht. Auf Schalke und im Signal Iduna Park gab dann es neben einer ausgedehnten Stadionführung ein umfassendes Training für Zivilcourage. Denn, so Daniel Deimel: „Keiner will Gewalt am eigenen Leib erfahren, umso wichtiger ist es, dass jemand einschreitet.“ Für die beteiligten Schüler sind Gewalterfahrungen alltäglich. Ein Training zeigte, wie Einschreiten möglich ist, ohne sich zu selbst in Gefahr zu bringen.

Die beiden Lernzentren haben auf überregionaler Ebene bereits häufig zusammengearbeitet. Die Idee einer Derby-Aktion kam ihnen beim gemeinsamen Bier. Die Veranstalter sind stolz darauf, dass es so gut geklappt hat, eine Fortsetzung in der Zukunft ist schon beschlossene Sache, sofern die Finanzierung steht. Zufrieden waren auch die Teilnehmer: Die Stadien seien „beeindruckend“, die Leute und das Zivilcourage-Training waren „super“. Ein wichtiger Impuls, der bei vielen angekommen ist.

Zum Abschluss der Aktion wurde noch eine Runde gepöhlt. Übrigens mit gemischten Teams.