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National

Revierderby bleibt friedlich

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 09. November 2015
Quelle: imago

Das 147. Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 verlief weitgehend friedlich. Zahlreiche Schalker hatten die Reise nach Dortmund erst gar nicht angetreten, sie boykottierten das Derby wegen der verhängten Sicherheitsauflagen. Dabei erfuhren sie auch Solidarität durch die BVB-Fans. Einige Schalker kritisieren darüber hinaus das Sicherheitskonzept sowie den Dortmunder Ordnungsdienst. 

Die Polizei zieht eine positive Bilanz ihres Einsatzes beim Revierderby und spricht von einem friedlichen Verlauf. Lediglich am Vormittag habe es am Düsseldorfer Hauptbahnhof eine Auseinandersetzung zwischen Schalker und mit Dortmundern befreundeten Kölner Ultras gegeben. Dabei wurden sieben Schalker festgenommen.

Ursächlich für das Ausbleiben größerer Sicherheitsstörungen und Ausschreitungen sehen die Sicherheitskräfte auch das Fernbleiben eines Großteils der aktiven Schalker Fanszene. Wegen eines erneut beschnittenen Kontingents für Gästefans sowie Auflagen bei der Anreise, verfolgten die Ultras Gelsenkirchen und zahlreiche weitere Fans das Derby in der heimischen Arena.

Auch die Fans des BVB solidarisierten sich mit den Protesten der Schalker und zeigten vor dem Anpfiff auf der Südtribüne Spruchbänder wie „Wenn die Polizei das Spiel bestimmt, gibt es bald keinen mehr der singt!“ oder „Volle 10 % für Gästefans ALLER Vereine!“

Die Königsblaue Hilfe kritisiert derweil, dass das Sicherheitskonzept der Polizei keine Fantrennung hinter dem Gästeblock des Westfalenstadions vorsehe. Darüber hinaus habe sich der von Borussia Dortmund gestellte Ordnungsdienst im Gästeblock zu Teilen aus Mitgliedern der Hooligan-Gruppierungen „Borussenfront“ und „Northside“ zusammengesetzt. Dies habe zu Provokationen und willkürlichen Stadionverweisen geführt.