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National

Rettig setzt weiterhin auf Dialog

Autor: Zienau Veröffentlicht: 17. Februar 2015

Nach dem Platzsturm einiger Kölner Fans, hat sich nun auch die Deutsche Fußball-Liga in die Diskussion über verbesserte Sicherheitskonzepte eingeschaltet. Andreas Rettig sitzt im Vorstand der Organisation und nimmt Deutschlands Fußballfans in Schutz.

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Im Gespräch mit dem Express, erklärt er, dass der Dialog mit Fangruppen zwar einiges an Engagement verlange, aber auf jeden Fall weiter zu führen sei. „Es darf jetzt nicht passieren, dass die Vereine den guten Weg verlassen und den Dialog mit den Fans einstellen, weil Kriminelle ohne Vereinsbezug randalieren,“ so Rettig. Damit vertritt er eine Gegenposition zur Gewerkschaft der Polizei. Deren Sprecher Erich Rettinghaus hatte zuvor die Diskussion mit den Fans für gescheitert erklärt.

Dennoch möchte Rettig die Fans in die Verantwortung nehmen. Das Melden von Straftätern im Stadion habe nichts mit Denunziantentum zu tun, betont Rettig. Wenn Fans Angst davor hätten, gewaltbereite Fans zu melden, läge es an den Vereinen diesen Schutz zu bieten.

Eine eingeschränkte Kartenverteilung an Gästefans lehnt der 51-Jährige ab. Allerdings könne er sich mit personalisierten Tickets für Risikospiele anfreunden. Damit habe man in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht.