Anzeige

National

Retter oder Randalierer? Beides!

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 07. Oktober 2014
Quelle: imago

Auch das FCK-Fanportal „Der Betze brennt“ hat sich nun zu den Vorfällen rund um das Südwest-Derby gegen Karlsruhe geäußert. Dabei versucht das Magazin, die Vorfälle systematisch einzuordnen und die entstandenen Eindrücke zu beschreiben. 

Bereits ein Tag vor dem Spiel sei es zu einem verbalen Duell auf einer öffentlich zugänglichen Terrasse zwischen Verantwortlichen des KSC und Anhänhern des FCK gekommen. Der circa dreiminütige verbale Schlagabtausch verlief aber ohne Handgreiflichkeiten.

Mit Ankunft der 2000 Karlsruher Gästefans am Spieltag griff die Polizei demnach das erste mal mittels Pfefferspray ein und beendete so ein erstes Aufeinandertreffen beider Fanlager. Dabei wurden sechs Polizisten und einige Lauterer verletzt.

Nach dem Spiel setzten sich um die 50 Anhänger des KSC in Bewegung in Richtung der Südtribüne. Dieser Weg führte über Absperrbänder und den Familienblock des Stadions, in dem auch schon die ersten Anhänger des 1. FC Kaiserslautern angegriffen worden sein. Auf der Südtribüne angekommen, sei es dann zu den bekannten Bildern gekommen. Was folgte waren einzelne Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fan-Lagern. Dabei sei zu betonen, dass es hierbei nie zu einer Massenschlägerei gekommen sei.

Anzeige

Die Schwierigkeit in der Bewertung dieser Ereignisse liege vor allem bei der Definition der Kaiserslautern-Fans, die auf den Angriff der Karlsruher reagierten, heißt es auf dem Portal. Die Frage zu beantworten, ob sie nun Retter oder Randalierer sein bleibe einfach wie kompliziert: beides. Immerhin bedankten sich Ordner nach den Geschehnissen bei einigen Lauterer Fans.

Die Vorkommnisse vor dem Spiel hingegen seien nicht zu entschuldigen. Menschen, die mit Böllern oder Gegenständen auf andere Menschen werfen sei ein komplettes Fehlverhalten zuzuweisen.

Die vorhandenen Sicherheitskonzepte benötigen keine Runderneuerung, sondern Optimierungen an den entscheidenden Stellen. Die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Fanprojekts seien hier äußerst förderlich um solche Vorfälle an einem Derbyspieltag zu vermeiden. Identifizierte Gewalttäter seien auszuschließen, zu Hilfe eilende Fans jedoch nicht.

Die komplette ausführliche Stellungnahme des Online-Magazins „Der Betzte brennt“ könnt ihr hier lesen.

 

rs