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National

Repressionsfonds Nordkurve kritisiert die Landesregierung

Autor: Zienau Veröffentlicht: 09. Februar 2015
Quelle: imago

Nordrhein-Westfalens Innen- und das Justizministerium haben ein neues Vorgehen gegen angebliche Intensivtäter und Rädelsführer angekündigt. Die Gelsenkirchener Fanhilfe „Repressionsfonds Nordkurve“ sieht darin einen gefährlichen Trend. Sie befürchtet Vorverurteilungen und Unfairness im Umgang mit Fußballfans.

Laut den Plänen der Landesregierung NRW sollen zukünftig gewaltbereite, aufrührerische Fußballfans gezielter verfolgt und härter bestraft werden. Hinzu kommt, dass Verfahren gegen diese nicht mehr am Ort des Geschehens sondern am Wohnort der Beschuldigten stattfinden sollen.

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Der Repressionsfonds Nordkurve sieht darin einen Versuch, die Rechte von Fans zu beschneiden. Gerade die Beurteilung und Kategorisierung, die durch „szenekundige“ Beamte durchgeführt werden soll, sei ein gefährlicher Trend, da es so schnell zu Vorverurteilungen kommen könne. „Die Einschätzung eines Beschuldigten sollte alleine auf den bisherigen Verurteilungen beruhen“, so die Fanhilfe auf ihrer Website. Ohne vernünftige Einschätzung wäre ein faires Verfahren nicht zu gewährleisten.

Der Repressionsfond bedauert diese Entwicklung, da gerade zu Saisonbeginn Maßnahmen für eine friedlichere Koexistenz zwischen Polizei und Fans getroffen wurden, wie z.B. die Reduktion von Polizeibeamten bei Spielen. In ihrer Erklärung schreiben sie jedoch auch, dass sie das Ganze für ein populistisches Manöver der Landesregierung halten, um auf Kosten der Fußballfans gute Publicity zu bekommen.

mz