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National

Rekordstrafe für VfL Wolfsburg

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 30. Mai 2016
Quelle: imago

Das DFB-Sportgericht hat den VfL Wolfsburg für die Vorkommnisse beim Derby in Hannover mit einer drastischen Strafe belegt. Den VfL erwartet eine Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro. Zudem droht bei erneutem Fehlverhalten der Fans ein Zuschauer-Teilausschluss. 

Der VfL Wolfsburg hat das Strafmaß akzeptiert, konnte aber zugleich erwirken, dass der Teil-Ausschluss zunächst auf Bewährung erfolgt und ein Teil der Geldstrafe für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen in Wolfsburg verwendet werden darf.

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Über die gesamte Spielzeit 2016/2017 stehen damit die Spiele des VfL Wolfsburg unter dauerhafter Beobachtung des DFB. Erneutes Fehlverhalten von VfL-Anhängern würde sofort die Sperrung der Blöcke 5, 6, 7 und 8 der Volkswagen Arena beim nächsten Heimspiel nach sich ziehen, sogar eine Ausdehnung auf die gesamte Nordkurve könnte eingefordert werden.

Vor Beginn des Wolfsburger Bundesligaspiels bei Hannover 96 am 1. März 2016 waren aus dem Wolfsburger Zuschauerbereich drei Leuchtraketen abgefeuert worden. Zwei davon landeten auf dem Spielfeld, die dritte unmittelbar vor der bereits besetzten Hannoveraner Trainerbank, wobei eine Person nach dem Boden-Aufprall der Rakete getroffen wurde. Zudem brannten im Wolfsburger Zuschauerbereich mehrere Leuchtfackeln. Der Anpfiff des Spiels verzögerte sich durch die Vorkommnisse um etwa eineinhalb Minuten.

„Ein derart hohes Strafmaß wurde bislang noch nie gegen den VfL Wolfsburg verhängt“, teilt Geschäftsführer Thomas Röttgermann auf der Vereinshomepage mit. „Wir konnten dem DFB schlüssig darlegen, dass es eine so krasse Verfehlung einer Minderheit von Fans bis dato nicht gegeben hatte und zukünftig auch nicht mehr geben soll. Aus diesen Gründen setzte der DFB die Teilsperrung der Volkswagen Arena zur Bewährung aus und genehmigte zudem die Verwendung eines Teilbetrages der Geldstrafe für präventive Maßnahmen und Fanarbeit in Wolfsburg. Wir begrüßen diese Entscheidung und werden innerhalb des Netzwerkes Wolfsburg zeitnah Verwendungszwecke erarbeiten. Dies soll auch im Dialog mit jenen Gruppen unserer aktiven Fanszene geschehen, die sich klar von den Ereignissen in Hannover distanziert hatten. Und auch für diejenigen, die den Weg zurück zum Dialog bislang nicht gegangen sind, steht die Türe noch offen“, betont Röttgermann.