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National

Regensburger Ultras erheben schwere Vorwürfe

Autor: Zienau Veröffentlicht: 27. Februar 2015
Quelle: imago

Am 21. Februar hat Energie Cottbus mit 4:1 gegen Jahn Regensburg gewonnen. Die Ultras aus Regensburg haben dies jedoch nur am Rande mitbekommen. Sie hatten das Stadion zu großen Teilen gar nicht erst betreten. Nun erheben sie schwere Vorwürfe gegen den Sicherheitsdienst von Energie Cottbus.

Schon im Vorfeld der Partie sei es zu Unstimmigkeiten zwischen Gästefans und Ordnern gekommen, schreiben die Ultras aus Regensburg auf ihrer Website. Viele Fan-Utensilien sollen verboten worden sein, darunter Schwenkfahnen über 2 Meter Länge und Doppelhalter. Als die Regensburger in ihren Block wollten, sei ihnen darüber hinaus auch die Mitnahme von Zaunfahnen verwehrt worden. Lediglich ein bis zwei seien vom Sicherheitsdienst gewährt worden, der Rest hätte in einem Nebenblock gebracht werden sollen. Das, obwohl im Vorfeld Zaunfahnen genehmigt worden sein sollen.

In den darauf folgenden Diskussionen, die rund 100 Minuten gedauert haben sollen, seien die Fans öfters von den Sicherheitsleuten beleidigt worden. Außerdem seien die angebotenen Kompromisse unakzeptabel gewesen.

„All unsere Vorschläge wurden abgelehnt“

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„Da es uns absolut wichtig war, die Mannschaft in dieser entscheidenden Phase der Saison zu unterstützen, zeigte man sich trotz dieses Wahnsinns kompromissbereit. Doch alle unsere Vorschläge, ob es eine Verwahrung der restlichen Fahnen im Rucksack des Fanbeauftragten oder ein Anbringen aller Fahnen übereinander am Zaun vor dem Block war, wurden unbegründet abgelehnt“, heißt es in der Stellungnahme. Auch sei es nicht akzeptabel gewesen, dass zwei Gästefans bei den Flaggen im Nebenblock geblieben wären, da die Möglichkeit bestünde, dass diese die Fan-Utensilien ihren Kameraden zuwerfen könnten.

Um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, sollen sich die Regensburger dazu entschieden haben, das Stadion zu verlassen. Nachdem man draußen angelangt sei, habe sich die Polizei eingeschaltet, die nicht bereit schien, auf die 80 Fans aufzupassen. Daraufhin soll der Ordnungsdienst eingelenkt haben und dem vorherigen Kompromissvorschlag zugestimmt haben, dass zwei Fans bei den abgegebenen Flaggen bleiben dürften. Allerdings seien jetzt die Tickets ungültig gewesen, da sie bereits einmal gescannt worden waren. Nachdem auch dieses Problem nach einer erneuten Diskussion aus der Welt geschafft worden war, habe der Sicherheitsdienst auf einmal sämtliche Schwenkfahnen untersagt, woraufhin die Ultras freiwillig das Feld geräumt hätten.

„Schubsereien und Beleidigungen seitens des Ordnungsdienstes“

„Nach über zwei Stunden Diskussionen und mittlerweile in der 70. Spielminute angekommen, verließen wir den Stadioneingang und fuhren zurück nach Regensburg. Das einzig positive an diesem Tag war, dass trotz aller Provokation (unter anderem Schubsereien und Beleidigungen seitens des Ordnungsdiensts) unser Anhang mit der nötigen Besonnenheit darauf reagierte und so keine Eskalation der Situation eintrat“, heißt es in der Stellungnahme. „Es wäre sinnvoller, wenn Vereine und Verbände solche Missstände wie am Cottbusser Gästeblock, die scheinbar nicht erst uns(!) aufgefallen sind, in Angriff nehmen würden, anstatt Probleme ausschließlich in den Fanszenen zu suchen und solchen Ordnungsdiensten die Stange zu halten.“

Eine Reaktion von Energie Cottbus steht noch aus.