Anzeige

National

Rechtspopulisten loben DFB

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 13. Mai 2014
Quelle: imago

Für gewöhnlich hängt im Stadion am Millerntor ein Spruchband mit der Aufschrift „Kein Fußball den Faschisten“. Weil sich dieser Tage aber die DFB-Elf in der Heimspielstätte des FC St. Pauli auf das heutige Länderspiel gegen Polen vorbereitet, wurde die Parole kurzerhand in „Kein Fußball“ „neutralisiert“, wie es im DFB-Sprech heißt. Im Internet hagelt es Kritik, jedoch nicht ausschließlich.

Mittlerweile soll das Banner zwar wieder vollständig hängen, doch die Aktion schlägt weiter hohe Wellen. Die rechtspopulistische Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat den DFB via Twitter für die konsequente Trennung von Sport und Politik gelobt.

  Ralph Gunesch, Spieler beim FC Ingolstadt 04 und Twitter-Kultfigur, wusste das Ganze recht passend einzuordnen:

 Inzwischen hat auch der Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli den DFB in einem offenen Brief um eine Stellungnahme gebeten. In dem Schreiben heißt es: „Wir als Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli erwarten von Ihnen als Verband eine offene und ehrliche Antwort. Wir möchten Sie einladen hier unserem Beispiel zu folgen und sich klar gegen Faschismus und Rassismus zu bekennen. Wir denken, dass dies auch im Sinne der Mannschaft und des Bundestrainers ist und erwarten an dieser Stelle keine Ausreden oder pressetechnischen Taktierungen, sondern klare Kante im Sinne der roten Karte gegen Diskriminierung!“