Anzeige

National

Rechtsextreme Partei zeigt Kölner Fans an!

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 07. Mai 2014
Quelle: imago

Die Aktion einiger Kölner Fans, die beim letzten Heimspiel gegen den FC St. Pauli im Stadion demonstrativ Wahlkampfzettel von „Pro Köln“ zerrissen hatten, hat die rechtsextreme Partei nun zur Anzeige gebracht. Das erläuterte „Pro Köln“ in eine Stellungnahme.

Mit Hilfe hochauflösender Kameras im Stadion sollte es kein Problem darstellen, die Täter zu identifizieren, mutmaßt „Pro Köln“, die über „dutzendfachen Diebstahl und Sachbeschädigung“ klagen. “Die ‘mutigen Rebellen’ der Coloniacs schwimmen nur feige und angepasst mit im allgemeinen linken Mainstream gegen Pro Köln”, rülpste der Jugendbeauftragte Tony Fiedler, der angeblich auch die hoffentlich spärlichen Kontakte der Bürgerbewegung zu den Fanszenen der verschiedenen Kölner Fußballvereine koordiniert. “Ein rot-weißer Schal macht eben aus einem asozialen linken Straftäter noch lange keinen Fußballfan“, heißt es in dem Schreiben.

Anzeige

Die Coloniacs selbst hatten sich am Montag noch einmal klar zu ihrer Aktion bekannt und die Hintergründe erläutert: „Vor den anstehenden Europa- und Kommunalwahlen am 25. Mai 2014, wollen wir uns gegenüber „Pro Köln“ und „Pro NRW“ noch einmal klar und deutlich positionieren, gerade auch weil „Pro Köln“ nach dem Aufstieg des 1. FC Köln versuchte, unseren geliebten Fußballclub für seine Zwecke zu missbrauchen. Dankbar sind wir in diesen Zusammenhang dem 1. FC Köln für seine unmittelbare Reaktion auf die rechte Propaganda.“ Auch der Zweitliga-Meister hatte Courage gezeigt und einen Glückwunsch der Partei zum Aufstieg des 1. FC Köln zurückgewiesen.

Coloniacs planen weitere Aktionen gegen „Pro Köln“

Die Coloniacs weisen weiterhin daraufhin, dass sie in den nächsten Wochen noch weitere Aktionen gegen „Pro Köln“ durchführen werden. „Wir schämen uns für jeden Sitz von „Pro Köln“ im Rathaus! Lasst uns gemeinsam verhindern, dass diese Gestalten weiter im Stadtrat sitzen! Wählt am 25. Mai demokratisch! Lasst uns auf der Straße zeigen, dass für rassistische Hassparolen kein Platz ist.“