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National

Rechte Leipzig-Ultras lösen sich auf

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 30. Oktober 2014
Quelle: imago

Die Ultra-Gruppe „Scenario Lok“ hat ihre Auflösung bekanntgegeben. Am kommenden Samstag wollen sie zum letzten Mal das Stadion besuchen. „Sprich, wir werden uns auflösen“, heißt es in dem knappen Statement der Anhänger der Oberligisten Lok Leipzig.

„Scenario Lok“ war immer wieder in die Schlagzeilen geraten, vor allem aufgrund der rechten Auswüchse innerhalb der Gruppe. Rund 70 Mitglieder der Gruppe wurden vom Verfassungsschutz beobachtet, der die Gruppe als rechtsextremistisch einstuft. Nicht zuletzt deshalb sprach der Oberligist „Scenario Lok“ Anfang der Saison ein unbefristetes Hausverbot aus, um weiteren Imageschaden vom Verein abzuwenden.

Ob der Rückzug von Dauer ist oder sich die Mitglieder demnächst unter neuem Namen zusammenfinden, bleibt natürlich abzuwarten.

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Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut:

Hallo Freunde und Unterstützter von Scenario Lok.

Die derzeitige Situation in unserem Fußballclub ist für uns wahrlich nicht einfach. Uns wurden Sachen zur Last gelegt, ohne wirkliche Beweise! Es wurden Unterstellungen gemacht, ohne wirklich zu argumentieren und diese zu hinterlegen. Wir wissen, dass wir Fehler gemacht haben, wir wissen aber auch, dass wir nicht die einzigen sind, die Fehler machen!
Nichts desto trotz sind wir mit der gesamten Situation unzufrieden, deshalb haben wir beschlossen am Samstag das letzte Mal unter unserem Banner und unserem Namen das Spiel des 1. FC Lok Leipzig zu besuchen! Sprich, wir werden uns auflösen. Es gibt wichtigere Sachen als sich mit Vorstand und Verein zu streiten! Es geht um unsere gemeinsame Liebe – unseren FC Lok! Für unsere Farben und für die Tradition! Blau und Gelb ein Leben lang!

PS: heute Nacht werden wir Internetseite und Facebookacount offline nehmen! Danke für die Wunderbaren Jahre mit euch!