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National

Reaktionen auf erneute Verhaftung Valentins

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 17. Dezember 2015
Quelle: imago

Nach der erneuten Inhaftierung des Bremer Ultras „Valentin“ hat nun sein Anwalt Stellung zum Sachverhalt bezogen. Eine Gruppe von Ultras soll derweil am Mittwochabend in Bremen einen Streifenwagen attackiert haben. 

Auf der Facebook-Seite „Gegen Nazis und Repressionen – Freiheit für Valentin“, zeigt sich Valentins Anwalt enttäuscht von der erneuten Invollzugsetzung des Haftbefehls, „nicht nur weil dem heute 21-jährigen damit die bevorstehenden Feiertage entzogen werden, vor allem deshalb, weil der Mandant nun bis zur Hauptverhandlung nicht mehr beweisen kann, wie er sich zukünftig zu verhalten gedenkt.“ In den vergangenen fünf Wochen hatte sich Valentin laut Angaben seines Anwalts stets an seine Auflagen gehalten. „Die Botschaft jetzt bedeutet leider: Wohlverhalten ist ohne Bedeutung! Ist das wirklich gewollt?“, fragt sich der Anwalt.

+++VALENTIN WIEDER IN HAFT+++KEIN FRIEDEN MIT STAAT UND JUSTIZ+++VALENTIN IST SEIT GESTERN ABEND WIEDER IN…

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Posted by Gegen Nazis und Repressionen – Freiheit für Valentin on Mittwoch, 16. Dezember 2015

Weitere Ultras sollen laut Polizeiangaben in Bremen am Mittwochabend mit einer Attacke auf einen Streifenwagen auf die erneute Inhaftierung des 21-Jährigen reagiert haben. Unter „Free Valentin“- und „ACAB“-Rufen habe eine Gruppe von etwa 40 Personen zwei Polizisten in einem Streifenwagen mit Steinen, Flaschen, Böllern und einer Signalwaffe angegriffen.

„Alle Personen der Gruppe waren vermummt und gehörten augenscheinlich der Ultra-Fußballszene an“, heißt es von der Polizei. Als ein zweiter Einsatzwagen dazu kam, seien die Angreifer geflüchtet. Während die Polizeibeamten äußerlich unverletzt blieben, wurde der Streifenwagen offenbar so stark beschädigt, dass er nicht mehr einsatzbereit ist.