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National

RBL-Anhänger boykottierten diesmal selbst

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 24. November 2014
Quelle: imago

Gegen den FC St. Pauli sollte vieles anders werden. Den Leipziger Anhängern, ja dem gesamten Klub war die Vorfreude anzumerken. Auf einen namhaften Gegner. Aber vor allem auf einen gefüllten Gästeblock. Die Hamburger wollten sich dem Thema RB Leipzig anders nähern als mit erwartbarem Boykott.

Was für eine Ironie, dass dafür nun die eigenen Fans ihrem Klub den Rücken kehrten. Wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht, sollen die nicht zum ersten Mal in die Kritik geratenenen Leipziger Security-Mitarbeiter fünf Fans des Stadions verwiesen haben,  weil die auf Sitzschalen gestanden statt gesessen hatten. Das Leipziger Stadion bietet den Fans keine Stehplätze.

Aus Unverständnis für diese Entscheidung haben sich offenbar mehrere Hundert Leipziger Anhänger mit den „Stadionverbotlern“ solidarisiert und das Stadion ebenfalls vorzeitig freiwillig verlassen.

 

Die Reaktionen auf die spontane Aktion sind jedoch auch innerhalb der Leipziger Fanszene gemischt. Auch wenn viele RBL-Anhänger den ausverkauften Gästeblock nur zu gern als Zeichen der Normalisierung gewertet hätten, lieferte der Spieltag also doch wieder viel mehr Gesprächsstoff, als den meisten Leipziger lieb sein dürfte. Und auch innerhalb der Kurve gibt es offenbar ein wenig Missstimmung zu verzeichnen, auch wenn es sich vorerst nur um Schönwetter-Wölkchen handelt.