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National

Rangnick kritisiert das Verhalten der Club-Fans

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 24. September 2014
Quelle: imago

Wie fanzeit bereits berichtete wurden die Spieler des 1. FC Nürnberg nach der jüngsten Niederlage beim Karlsruher SC von den mitreisenden Club-Fans dazu aufgefordert, ihre Trikots auszuziehen und abzugeben. Die Aktion der Fans wurde nun sowohl vom Sportdirektor des 1. FC Nürnberg, Martin Bader, als auch von RB-Leipzig Sportdirektor Ralf Rangnick kritisiert. 

Als die Profis nach dem Spiel in die Kurve gingen um sich den aufgebrachten Ultras zu stellen, forderten sie die Fans auf, die Trikots auszuziehen – als Symbolik dafür, dass sie das Nürnberger Trikot mit ihren derzeitigen Leistungen nicht verdienten. Die Spieler gehorchten und gaben ihre Trikots ab. Diese werden jetzt von den Fans aufbewahrt, „bis das Team wieder Willen und Einsatz zeigt“, heißt es in einem Nürnberger Fanblog.

Martin Bader reagiert verärgert auf die Situation nach dem Abpfiff: „Die Spieler haben auch nach solchen Auftritten Respekt verdient. Wenn ich schlecht spiele, sind sie trotzdem würdig, dieses Trikot zu tragen. Es muss Grenzen geben. So etwas darf nicht vorkommen.“

Rangnick hat Mitleid mit Traditionsclubs

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„Das sind die Geister, die ich rief! Mir tun diese Traditionsclubs in der Hinsicht fast schon ein bisschen leid“, erkärte Rangnick nun gegenüber der Bild-Zeitung: „Ich finde schlimm, was in Nürnberg passiert ist. Dass Fans die Trikots wie Skalps an einer Wäscheleine aufhängen. Aber das passiert, wenn man solchen Leuten über Jahre und Jahrzehnte die Macht gibt. Die so viel Druck machen, dass man Freundschaftsspiele wie gegen uns vor Jahren absagt.“

Bei seinen Leipzigern kann Rangnick sich unterdessen solche Vorkommnisse nicht vorstellen: „Das würde bei uns nicht passieren“, hielt er fest.