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National

Quo Vadis Block 22C?

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 12. März 2015
Quelle: imago

Nach dem Rückzug der Chosen Few aus dem organisierten Support in der Hamburger Imtech Arena brodelt es im Block C. Die Fans machen eher durch Becherwürfe und Streitigkeiten auf sich aufmerksam und Gerüchte über eine Rückkehr zu Sitzplätzen verunsichern die Fans. Mehr Unterstützung gibt es dagegen in Block A, was sich in Zukunft nicht ändern soll.

Die „Abteilungsleitung“ des Hamburger SV e.V. spricht sich für die weitere Verlagerung des Supports nach Block A aus. Man wolle „nach vielen Gesprächsrunden“ eine Lautsprecheranlage für die Gruppe Poptown bereitstellen. Außerdem unterstütze man die Idee der Fanbetreuung, einen Tausch von Block A- und Block C-Karten durchzuführen. So sollen diejenigen Fans zueinander kommen, die Interesse an organisiertem Support haben, denn „Der Block wirkt zerstritten, leider nicht mehr homogen und keine Gruppe kann für sich in Anspruch nehmen, die Akzeptanz zu besitzen, um den Support organisieren zu können. Die unsäglichen Becherwürfe auf die Blöcke darunter tun ihr übriges.“

Eine Umwandlung der Steh- in Sitzplätze soll es nicht geben, der Bundesligist plane laut Gruppe nichts dergleichen: „Viele Jahre haben die Fans für mehr Stehplätze gekämpft. Stehplätze bedeuten auch günstige Karten für den Fannachwuchs, Stehplätze bedeuten sozialverträgliche Preise und Stehplätze sind immer der Stimmung zuträglich. Diese Vorzüge gilt es zu erhalten, sind diese doch ein wesentlicher Bestandteil der Fußballfankultur.“ Lokale und überregionale Zeitungen hatten von einer Rückkehr der Sitzplätze in Block C berichtet und dies nicht zuletzt mit den Becherwürfen und anderen Problemen im Block begründet.

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Außerdem sollen Mitglieder der „Chosen Few Hamburg“ andere Fans aktiv daran gehindert haben, ihre Mannschaft geschlossen zu unterstützen. Deswegen habe der HSV auch mehr Ordner abstellen müssen. Auf der offiziellen Facebook-Seite des Blocks wehrt man sich gegen diese Darstellung: Die Erhöhung der Ordnerzahl liege nicht an den CFHH, „die angeblich Supportversuche anderer Fans versuchen zu unterbinden, sondern weil es der HSV nicht geschissen bekommt, die seit dem Fernbleiben der CFHH steigende Zahl von Becherwürfen zu unterbinden.“