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Pyro, Wasserwerfer und zwei Spielunterbrechungen beim Leipziger Derby

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 23. November 2017
Quelle: imago

Beim torlosen Unentschieden zwischen den Leipziger Vereinen 1. FC Lokomotive und BSG Chemie wurde auf den Rängen massig Pyrotechnik abgebrannt. Weil diese auch als Wurfgeschoss genutzt wurden, musste das Spiel mehrfach unterbrochen werden.

Knapp 7.000 Zuschauer sahen gestern das Leipziger Stadtderby, darunter 1.200 Gästefans. Während die beiden Fanlager per Fanmarsch pünktlich zum Bruno-Plache-Stadion gelangten, wurde der Bus von Chemie Leipzig fehlgeleitet und die Partie musste etwa zehn Minuten nach hinten verschoben werden. Die Polizei war von Beginn an mit einem Großaufgebot vor Ort. Während dem Spiel wurden sogar zwei Wasserwerfer ins Stadion gefahren.

Sportlich passierte lange nicht viel doch auf den Rängen kam es mehrfach zum Abbrennen von Pyrotechnik. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit musste die Partie erstmals unterbrochen werden. Raketen aus dem Chemie-Block sollen Auslöser gewesen sein. Im Block der Lok-Fans versuchten einige angeblich das Spielfeld zu stürmen, weswegen die Polizei dort eingeschritten ist. Dabei soll auch Tränengas eingesetzt worden sein.

Nach 11 Minuten konnte die Partie zunächst fortgesetzt werden, doch kurze Zeit später wurde zum zweiten Mal unterbrochen. Die Polizei drohte mit dem Einsatz der Wasserwerfer, musste jedoch nicht zu diesem Mittel greifen. In beiden Fanblöcken wurden im Spielverlauf Fahnen der anderen Fangruppierung angezündet. Aus den Reihen der Lok-Anhänger wurden zudem mehrfach antisemitische Gesänge angestimmt. Die Partie stand wohl phasenweise kurz vor einem Abbruch.