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National

„Pyro gehört für uns einfach zum Fußball wie die Fahne und der Schal“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 24. Oktober 2014
Quelle: imago

Die Ultra Gruppe „Pfalz Inferno“ des 1. FC Kaiserslautern hat auf ihrer Webseite ein im wahrsten Sinne des Wortes flammendes Plädoyer für den Einsatz von Pyrotechnik veröffentlicht

„Pyro gehört für uns einfach zum Fußball wie die Fahne und der Schal“ heißt es darin. Es sei „ein optisches Stilmittel, bzw. europaweit gesehen wahrscheinlich das Stilmittel überhaupt.“

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In Deutschland beklagt die Gruppe darüber hinaus eine scheinbar vorherrschende Doppelmoral, wenn es um die Beurteilung von Pyrotechnik geht: „Jeder ist begeistert, wenn in anderen Ländern ganze Kurven in rot erleuchten, bei uns findet man es aber scheiße! Komischerweise aber auch nur beim Fußball, denn auch in anderen Sportarten wie Skispringen interessieren die Fackeln wenig.“

Auch den besonderen Bezug des Betzenbergs zum Thema Pyrotechnik hebt die Gruppe hervor: „Kaiserslautern war schon immer als Pyrohochburg bekannt und wurde auch durch das `Höllenfeuer´ zur `Hölle der Liga´.“

Zudem kritisiert das Pfalz Inferno die DFB-Strafen, die das Abbrennen von Pyrotechnik in der Regel nach sich zieht. „Darüber, dass die folgenden Strafen durch den Verband in keiner Relation zu dem Vorgehen stehen wird sich leider kaum beschwert. Es wird so hingenommen und sogar teilweise noch befürwortet. Schade! Wir würden es sehr begrüßen, wenn in Zukunft nicht immer davon gesprochen wird, dass die Ultras mit den Bengalos dem Verein schaden – viel mehr wäre ein Anprangern der Art und Weise, wie DFB/DFL die Vereine bestraft angesagt. Auch wäre ein gemeinsames Vorgehen der Vereine gegen diese im deutschen Rechtsstaat einzigartige Vorgehensweise mehr als wünschenswert. Oder gilt es inzwischen als Gegeben, dass in Deutschland der Kläger gleichzeitig Richter spielen darf und in einigen Fällen gar der Begünstigte ist?“

fn