Anzeige

National

Pyro-Einsatz: Bremer Fans drohen Konsequenzen

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 05. März 2014
Quelle: imago

Sportlich war das 1:0 im Nordderby gegen den Hamburger SV für alle Bremer ein immens wichtiges Erfolgserlebnis. Weniger erfreut war die Klubführung jedoch über den Einsatz von Pyrotechnik während des Bundesliga-Spiels am vergangenen Samstag. Schiedsrichter Florian Meyer musste die Begegnung unterbrechen und ließ insgesamt sechs Minuten nachspielen. „Gar nicht auszudenken, wenn in dieser Zeit noch der Ausgleichstreffer für den HSV gefallen wäre“, erklärte nun Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer. Doch auch wenn es schwer geworden wäre, ein Gegentor wirklich den Bremer Anhängern in die Schuhe zu schieben, will der Verein nun Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen.

Anzeige

Wenn Fischer in einer offiziellen Mitteilung des Vereins davon spricht, dass das Zünden von Feuerwerkskörpern einen „Bärendienst“ bedeute und die Täter das Vertrauen insbesondere der Fanbeauftragten missbraucht und sich nicht an Absprachen gehalten hätten, kann das für gewöhnlich nichts Gutes bedeuten. Ferner hätten sich die angesprochenen Fans nicht an getroffene Absprachen gehalten. Scheinbar beiläufig weist der Bundesligist in der Erklärung später auf die „Absprache“ seitens des Klubs hin, vor der Fankurve auf hohe Fangzäune zu verzichten. Die Drohung, die hier mitschwingt, ist unschwer herauszulesen: In der Bremer Fankurve droht künftig eingeschränkte Sicht.

Tiefer lassen sich die Hanseaten noch nicht in die Karten schauen. Fischer kündigte lediglich an: „Wir werden in den kommenden Tagen in der Geschäftsführung gemeinsam mit den Sicherheitsorganen beraten, welche Maßnahmen wir ergreifen, um weiterhin die Sicherheit im Weser-Stadion gewährleisten zu können. Schließlich gefährdet Pyrotechnik Leib und Leben aller Stadionbesucher und kann daher nicht geduldet werden. Zusätzlich werden wir in Zusammenarbeit mit der Polizei auch Bildmaterial, das während des Spiels erstellt wurde, auswerten.“ Das Derby wird wohl ein längeres Nachspiel haben als sechs Minuten.