Anzeige

National

ProFans unterstützt Anti-RB-Kampagne

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 07. August 2014
Quelle: imago

Nachdem sich gestern die Fans von RB Leipzig in einem ausführlichen Kommentar gegen die Vorwürfe einer bundesweiten Anti-Red-Bull-Kampagne wehrten, erhält letztere nun prominente Unterstützung.

Das Bündnis „ProFans“, in dem Fans vieler verschiedener Vereine organisiert sind, erklärt in einer Pressemitteilung, dass es die bundesweite Kampagne ”Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!” ausdrücklich unterstütze. Dem Konzern Red Bull gehe es nur um das Vermarkten seiner Produkte.

„Das Beispiel RedBull kann maßgeblich für die zukünftige Entwicklung des Fußballs in Deutschland werden“, sagt Sandra Schwedler von ProFans. „Die 50+1 Regel ist bis zur verbogen worden. Die Liga, Fans und Vereine müssen sich fragen, ob man zu einer Konzernliga werden will oder nicht“, so Schwedler weiter.

Anzeige

Das Bündnis kritisiert auch, dass die DFL nach anfänglicher Verweigerung dem Klub schließlich doch eine Lizenz für die 2. Bundesliga erteilt hat. „Leider zeigte sich schnell die Inkonsequenz der DFL, als diese nach einigen Schönheitskorrekturen innerhalb der Vereinsstrukturen und am Vereinslogo, die Lizenz dennoch vergab“, bedauert ProFans-Sprecher Alex Schulz.

In der stetig voranschreitenden Entwicklung des deutschen Fußballs hin zu einem überkommerzialisierten Produkt sei RB Leipzig „eine Spitze des Eisbergs.“ Noch nie sei das Ungleichgewicht innerhalb der Profiligen größer und der Traditions- und Amateurfußball bedrohter gewesen. „Das Problem betrifft natürlich nicht nur die Fans und Vereine der 2. Liga. Alle Fußballfans des Landes sind gefragt, sich gegen diesen Ausverkauf der Fußball-Tradition zu wehren“, sagt Jakob Falk von ProFans.

Schließlich ruft das Bündnis Fans und Vereine dazu auf, „gegen RB Leipzig aktiv zu werden, die Kampagne „Nein-zu-RB“ zu unterstützen und dieser durch verschiedene Aktionen, Leben einzuhauchen.“

Auch die Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ positionierte sich bereits im Zuge des Lizenz-Verfahrens für die 2. Bundesliga gegen RB Leipzig.