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National

ProFans macht mobil für fanfreundliche Anstoßzeiten

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 18. Juli 2014
Quelle: imago

Die Bundesliga beginnt zwar erst in mehr als einem Monat, aber schon jetzt sorgt sich das Bündnis „ProFans“ um die Anstoßzeiten und kündigt für die kommende Saison bereits Protestaktionen an. Vor allem die Freitagsspiele sind der Organisation ein Dorn im Auge.

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Die Problematik erklärt sich bei Paarungen wie FC Augsburg gegen Borussia Dortmund oder VfR Aalen gegen den FC St. Pauli an einem Freitagabend eigentlich selbst: Berufstätige haben kaum noch eine Möglichkeit, die Spiele im Stadion zu verfolgen. Dem Protest gegen diese alltäglichen Ansetzungen möchte „ProFans“ in der kommenden Saison besonderes Augenmerk widmen. Was eine Initiative, die sich zunächst unter dem Namen „Pro 15.30“ gründete, dabei im Schilde führt, ist klar. Doch auch Sprecher Jakob Falk weiß um die Realitäten:  „Uns ist klar, dass wir das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen können und eine reine Fokussierung auf den Samstag um 15:30 Uhr als einzigen Spieltag utopisch ist. Realistisch erscheint uns allerdings, dass es nur eine Anstoßzeit an einem Tag gibt und vor allem die seit Jahren angesprochene 300-Kilometer-Regel umgesetzt werden kann.“ Demnach sollen an Spieltagen außer Samstag nie mehr als zwei Vereine gegeneinander spielen, deren Stadien mehr als 300 Kilometer auseinander liegen.

Vor allem kritisiert „ProFans“, dass Vertrer der Verbände in der Vergangenheit Verständnis für das keineswegs neue Anliegen geäußert hätten. Tatsächlich verändert hat sich allerdings nur etwas zum Schlechten. „Die Spieltagszerstückelung ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass in der 1. und 2. Liga an vier verschiedenen Tagen zu zwölf verschiedenen Zeiten angepfiffen wird“, beklagt Pro-Fans-Sprecherin Sandra Schwedler. Sprecher Alex Schulz unterstreicht derweil: „Wir erwarten für die kommende Spielzeit ehrliche Erklärungen für nicht nachvollziehbare fanunfreundliche Anstoßzeiten und einen zielgerichteten Dialog mit der DFL.“

Das Bündnis will nun diverse Aktionen vor und hinter den Kulissen anzetteln. Fans aller Vereine sind dazu aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen.