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National

„Prinzip der Kollektivstrafen ist in Gänze abzulehnen“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 08. Oktober 2014

Nach den Vorfällen beim Südwestderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC hat der DFB Ermittlungen gegen die beiden Vereine eingeleitet. Nun meldet sich die Rot-Weisse Hilfe Kaiserslautern zu möglichen Strafen seitens des Verbandes zu Wort. 

Zwar wolle sich die Organisation bewusst nicht an Spekulationen um mögliche Strafen wie einen Zuschauerausschluss beteiligen, da diese „lediglich Wasser auf die Mühlen der Law and Order-Vertreter/innen aus Verband, Politik und Polizei“ seien. Dennoch sei das „Prinizp der Kollektivstrafen in Gänze abzulehnen.“

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Auch bauliche Veränderungen im Fritz-Walter-Stadion, wie die Errichtung eines neuen Zaunes am Gästeblock, stellt die Fanhilfe in Frage: „Wir sind froh darüber, dass der Gästeblock im Fritz-Walter-Stadion nicht durch einen weiteren Zaun abgeriegelt ist. Gästefans sollen sich wohl- und nicht eingepfercht fühlen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die getroffenen Maßnahmen zur Abgrenzung des Gäste- vom Heimbereich (Absperrband und Ordnerreihe) ausreichend sind.“

Darüber hinaus stellt die Rot-Weiße Hilfe klar, dass sie das Sicherheitskonzept am Tag des Derbys in Frage stellt und bezeichnet die Vorfälle als „leicht verhinderbar“. Die „Freizügigkeit der Fans – egal ob Heim- oder Gästefans – im Stadion“ habe für die Organsiation oberste Priorität und dürfe nicht durch die Erhöhung der Anzahl der Sicherheitskräfte oder einer Verringerung des Gästekontingents eingeschränkt werden.

Hier gibt es die Stellungnahme der Rot-Weißen Hilfe im Wortlaut: