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National

Preußenstadion gegen FCB ohne Zusatztribüne

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 02. Juli 2014
Quelle: imago

Auch wenn die Verantwortlichen des SC Preußen Münster seit der Ziehung der Erstrundenpartien im DFB-Pokal alles daran gesetzt haben, zusätzliche Sitz- oder Stehplätze für den Pokalkracher verwirklichen zu können und somit die Anzahl der Zuschauer erhöhen zu können, klappte es am Ende doch nicht.

Der Vereinspräsident Dr. Marco de Angelis sagte zwar, dass das Pokalspiel natürlich das „beherrschende Thema“ im Verein gewesen sei und momentan viele Angestellte an den Kartenwünschen und Mitgliedsanträgen arbeiten, jedoch „muss natürlich die Sicherheit der Stadionbesucher im Vordergrund stehen.“

Lange wurde nach einer Lösung gesucht und man überprüfte, ob eine Installation einer überdachten mobilen Sitzplatztribüne, die 1.600 Zuschauer mehr gewähren würde, rechtens und die Kosten nicht zu hoch seien. Denn von vornherein war klar, dass „sich die Kosten durch so eine Konstruktion selbst tragen“ müssten. Diese erste Überlegung war nach allen Berechnungen im Endeffekt dann schlicht zu teuer. Preußen Münster kann sich diese zusätzliche Sitzplatztribüne nicht leisten – selbst wenn sie die ganze Saison stehen bleiben würde.

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Verbesserungen am Preußenstadion geplant

 

Auch eine Stehplatztribüne, die sich kostenweise wahrscheinlich gerechnet hätte, wurde aufgrund von Lärmschutzbestimmungen abgelehnt. Der Vereinspräsident sagte gegenüber Reviersport auch, dass die Zuschauersituation im Preußenstadion nachhaltig verbessert werden soll. Darunter fällt unter anderem die Erhöhung von Sitzplätzen und bessere Bedingungen für die Stehplatzfans. Momentan hat das Preußenstadion 3.000 Sitzplätze, wovon schon circa 800 für den normalen Fan wegfallen, da diese Business-Seats sind.

Für das Pokalspiel ändert sich also nichts am Preußenstadion. Es bleibt bei den leicht erhöhten – mit Sondergenehmigung erteilten – 18.600 Plätzen für das Pokalspiel Preußen Münster gegen den FC Bayern München. Im regulären Saisonverlauf der 3.Liga wird die Kapazität wieder auf die normalen 15.000 Zuschauer beschränkt. Bei der hohen Anzahl an Vereinen mit hohem Fanpotenzial bleibt abzuwarten, ob der SCP während der Saison die Sondergenehmigung nochmal beantragen wird.