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National

Preußen setzt Maßnahmenkatalog teilweise aus

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 04. August 2014
Quelle: imago

Nach heftigen Protesten der Fans und einem Stimmungsboykott im ersten Heimspiel der Saison lenkt der Verein Preußen Münster ein und setzt das Verbot von Doppelhaltern, das Erfordernis von Fahnenpässen und das Verbot unangemeldeter Choreographien vorerst aus. Das teilt der Klub auf seiner Homepage mit.

„Der Verein möchte hiermit ein Zeichen der Dialogbereitschaft setzen“, sagt  Georg Krimphove, für Fanbelange zuständiges Vorstandsmitglied bei Preußen Münster. Allerdings gilt die Rücknahme der Maßnahmen vorerst nur bis auf Weiteres: „Wir müssen uns selbstverständlich vorbehalten, die Verbote bei weiteren einschlägigen Vorkommnissen wieder in Kraft zu setzen“, begründet dies Krimphove. Zunächst wolle man aber in offene Diskussionen mit den Fans eintreten.

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Auch Präsident Dr. Marco de Angelis hofft auf eine Einigung: „Die bisherigen informellen Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen – auch mit zentralen Vertretern der Gruppierungen – lassen mich optimistisch nach vorne schauen“, wird de Angelis in der Mitteliung zitiert. „Wir sind aber überzeugt, dass der Schritt, den wir auf unsere Fans zugehen, die besten Möglichkeiten eröffnet, Kompromisse zu erzielen, mit denen alle gut leben können. Wir wünschen uns ein gutes, spannungsfreies Verhältnis zu allen Fans unseres Vereins.“

Gleichzeitig sei der Verein als Veranstalter aber auch für die Sicherheit aller Stadionbesucher verantwortlich und müsse den Vorgaben der Ordnungsbehörden und des DFB entsprechen.

Die endgültige Vorgehensweise soll im Ergebnis der Gespräche und der zukünftigen Entwicklung vorbehalten bleiben.

fn