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Preußen Münster sperrt Trainingsgäste aus

Autor: Kim Heeß Veröffentlicht: 27. Februar 2015
Quelle: „Preußenstadion Münster“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Neue Zäune für das Trainingsgelände des SC Preußen Münster verhindern in Zukunft einen „Platzsturm“ durch ungebetene Gäste. Das betrifft Fans, gegnerische Teamspione und auch Kaninchen.

Als ein Stück Fußballnostalgie konnte man das Trainingsgelände der Preußen aus Münster bezeichnen. Keine Zäune, keine geheimen Trainingseinheiten – alles war transparent. Fans standen direkt am Seitenrand, hängten Motivationsbanner auf oder erfuhren die Aufstellung für das nächste Spiel. Doch auch gegnerische Mannschaften machten sich die Offenheit des Drittligisten zu Nutze. So sollen vor dem Pokalspiel gegen München alle Trainingseinheiten per Video aufgezeichnet worden sein und auch die Derbyvorbereitungen gegen Osnabrück wurden akribisch verfolgt, berichtet westline.

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Doch jetzt wurde ein neuer Schritt in Richtung Professionalisierung getätigt. Von nun an hindern große Zäune die ungebetenen Gäste am Betreten der Trainingsfläche. Für viele Fußballfans in Deutschland ganz normal, in Münster werden die Fans neuerdings ungewohnt eingeschränkt. Geheime Trainingseinheiten seien zwar noch nicht geplant, doch der SCP schlägt mit der Maßnahme mehrere Fliegen mit einer Klatsche.

Durch den Neubau hat die Mannschaft eine größere und eine extra Trainingsfläche, einen neuen Stauraum für Trainingsutensilien und zudem den Schutz vor ungebetenen Gästen. Die Kaninchen werden wohl in Zukunft dem Greenkeeper weniger Probleme bereiten.

Und auch Journalisten sollen in Zukunft nicht mehr einfach für spontane Interviews auf das Trainingsgelände gelangen können. Eine Ankündigung oder eine Absprache soll nach Willen des Vereins im Vorfeld stattfinden.

Man darf gespannt sein, inwieweit die Professionalisierung bei Preußen Münster, offen oder auch versteckt, weiter geht.