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National

Premier League: „Erster Schritt“ in Richtung Stehplätze

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 18. November 2016

Seit mehr als 20 Jahren sind Stehplätze in den Stadien der englischen Premier League verboten. Doch daran könnte sich bald etwas ändern.

So kamen am Mittwoch die Verantwortlichen der 20 Premier-League-Klubs zusammen, um über die Möglichkeiten der Wiedereinführung von Stehplätzen zu beraten. Während West Hams David Gold die Gespräche als „ersten Schritt“ in Richtung des sogenannten „Safe Standing“-Systems bezeichnete, gab sich ein Sprecher der Premier League gegenüber dem Telegraph zurückhaltender. So müssten zunächst sicherheitsrelevante, technische und gesetzliche Aspekte geklärt werden.

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Beim „Safe Standing“, wie es seit Beginn dieser Saison auch bei Celtic Glasgow im Einsatz ist, handelt es sich um eine Kombination aus Steh- und und ausklappbaren Sitzplätzen. Bei Ligaspielen bleiben die Sitze eingeklappt, sodass ausreichend Platz zum Stehen vorhanden ist. Mittels eines speziellen Schlüssels können die Sitze dann bei internationalen Spielen ausgeklappt werden.

Zuletzt zeigte sich auch die britische Sportministerin Tracey Crouch offen für „Safe Standing“-Pilotprojekte in England, sollte sich das Modell in Glasgow als erfolgreich beweisen. Auch ein walisischer Politiker sowie der AFC Sunderland hatten sich zu Beginn des Jahres bereits für die Wiedereinführung von Stehplätzen in Großbritannien ausgesprochen.

Seit mehr als 20 Jahren sind Stehplätze beim Fußball in Großbritannien verboten, die Fankultur hat darunter merklich gelitten. Doch wie zuletzt beim Kampf für faire Ticketpreise könnten die englischen Fans auch hier womöglich bald einen Erfolg erzielen, mit dem nur die wenigsten noch gerechnet haben.