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National

Präsident mit Brief an die Fans

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 09. September 2015

Nach den Erpressungsvorwürfen eines Mitgliedes der Ultra-Gruppe US01 gegen den den damaligen Vizepräsidenten Sebastian Pini kam es laut Mitteilung von Hartmut Ostermann, Präsident vom FC Saarbrücken, zu „teilweise unfassbaren öffentlichen Mobbingattacken.“ Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind nun abgeschlossen. Das Ergebnis ist, dass „Herr Pini keine rechtswidrigen Handlungen im Rahmen seiner Amtsausübung begangen hat.“

Der Vorwurf der Ultras war hart: Sie hatten angegeben, von Pini erpresst worden zu sein. Die gesamte Gruppe sollte angeblich für eine Satzungsänderung stimmen, andernfalls würden Stadionverbote drohen.

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Laut Ostermann aber ging es Pini nur darum, weitere Pyroaktionen zu verhindern und so den Verein zu schützen. Anscheinend gab es Hinweise von Sicherheitsbehörden, dass die Ultras beim Spiel in Elversberg bereits eine erneute Pyroshow planten. Zur damaligen Zeit hatte der FCS gerade eine hohe Geldstrafe vom DFB erhalten und stand im Blickfeld. Pini suchte das Gespräch erst in einem Café, nach diesen Hinweisen erneut am Telefon – dieses Telefonat wurde mitgeschnitten und veröffentlicht, enthielt aber ebenfalls keine rechtswidrigen Handlungen.

Für Leidenschaft ohne Pyrotechnik

Ostermann beteuert aber, dass „das Präsidium weiterhin für den konstruktiven Dialog mit den Fans des FCS bereit“ steht. Abschließend resümiert er die letzten Spiele: „Unsere Fans haben insbesondere das vermeintliche Auswärtsspiel an der Kaiserlinde zum einem echten Heimspiel gemacht und unsere Mannschaft ohne Pyrotechnik, aber mit viel Leidenschaft angefeuert. Das war beeindruckend und besonders wichtig für unser Team auf dem Rasen. Genau diesen Weg sollten wir gemeinsam weiter gehen.“