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International

„Positive Stimmung und wunderschöne Bilder“

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 03. März 2015
Quelle: imago

Der Geschäftsführer von Rapid Wien, Christoph Peschek, hat sich im Gespräch mit sportnet.net zum Thema Pyrotechnik geäußert. Weil die Fans der Wiener mit einer unangekündigten Pyroaktion aufgefallen sind, sind zwei Blöcke beim nächsten Heimspiel gesperrt. Zuvor hatten bereits die Ultras des Vereins auf ihrer Website das Verhalten des Österreichischen Fußball Bundes kritisiert.

Fans des Hauptstadt-Klubs waren in der Vergangenheit öfters mit pyrotechnischen Aktionen aufgefallen, die den Verein teuer zu stehen kamen. Nun steht das Derby gegen den SCR Altach an und Rapid muss auf einen Großteil seiner Unterstützer verzichten. die Blöcke C und D sind gesperrt. Peschek hält diesen Weg für falsch, da darunter gerade der Derbycharakter leiden würde: „Eine geordnete Spieltagsdurchführung ist mit organisierten Auswärtsfans besser abzuwickeln. Wir wollen friedliche Fußballfeste feiern und nicht alle in einen Topf werfen“, sagte der Geschäftsführer im Interview mit sportnet.at.

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Die Fans, die von den gesperrten Blöcken betroffen sind, wurde inzwischen von Seiten des Vereins eine gewisse Entschädigung zugesagt. Wer eine weitere Eintrittskarte für den Sektor A kauft, erhält bei der Verlängerung seiner Dauerkarte im Sektor C/D einen Nachlass von 15 Euro.

Peschek selbst äußerte Verständnis für die Fans. Im Dialog habe sich gezeigt, dass viele der zündelnden Fans Pyrotechnik als wichtigen Beitrag zur guten Stimmung im Stadion sehen. Er selbst habe in seiner Jugend gute Erfahrungen damit gemacht. Der Verein werde auch keine Regressforderungen an seine Fans stellen, sollten sie durch Pyrotechnik auffallen. Trotzdem sollten die Stadionbesucher, die eine Pyroaktion planen, diese auch vorher anmelden.

Österreich ist neben Schweden das einzige Land, welches unter gewissen Umständen einen Einsatz von Pyrotechnik erlaubt. Dennoch gibt es weiterhin viele Fans, die sich weigern dieses Angebot anzunehmen. Die Ultras Rapid haben in ihrem Statement beklagt, dass manche Fans trotz ordnungsgemäßer Anmeldung bestraft wurden. Das habe das Vertrauen erschüttert.