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National

Polizeihubschrauber bei Verfolgungsjagd mit Laserpointer geblendet

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 02. Mai 2014
Quelle: imago

Das Halbfinale im Landespokal beim Landesligisten Burger FC war für den Halleschen FC ein leichter Gang. Mit 5:0 entschied der Drittligist die Angelegenheit für sich. Dass die Stadt Burg allerdings nur einen Katzensprung von Magdeburg entfernt ist, nahmen einige Fans des Regionalligisten zum Anlass, um den Hallensern auf der Rückreise aufzulauern.

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Schon im Stadion sollen die Angreifer versucht haben, die HFC-Fans zu attackieren, wodurch sich die Abreise verzögerte. Als schließlich etwa 90 mitgereiste Gäste am Bahnhof Burg in den Regionalexpress einsteigen wollten, seien ihnen etwa 20 bis 30 vermummte Personen aus dem Zug entgegengekommen und hätten die Hallenser attackiert. Die Polizei will die Angreifer als Fans des FC Magdeburg identifiziert haben. Um die Auseinandersetzung aufzulösen, setzten die Ordnungskräfte nach eigenen Angaben „unter anderem Pfefferspray“ ein.

Die Angreifer flüchteten daraufhin ins Stadtgebiet, wurden allerdings von einem Polizeihubschrauber mit einer Wäremebildkamera verfolgt. Sieben Personen konnten so auf einem Privatgrundstück in Burg gestellt werden. Während der Verfolgungsjagd wurde der Hubschrauberpilot zwischenzeitlich von einem Laserpointer geblendet, was aber ohne Folgen blieb.  Die Bundespolizei hat Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr gestellt. Videoaufzeichnungen aus den betroffenen Zügen wurden gesichert, die Ermittlungen dauern an.

Pikant: Am 14. Mai treffen die beiden Erzrivalen Halle und Magdeburg im Finale direkt aufeinander.