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National

Polizei vermisst klare Distanzierung gegenüber Randalierern

Autor: Zienau Veröffentlicht: 28. Januar 2015
Quelle: imago

Das Polizeipräsidium Westpfalz hat in einer Pressemeldung eine neuen, härteren Umgangston mit gewaltbereiten Fußballfans angekündigt. Statt weiterhin vordergründig auf Situationsbewältigung zu setzen, soll nun die Ermittlung und Verhaftung der Unruhestifter im Fokus der Beamten stehen. Gleichzeitig wird den gemäßigten Fußballfans eine mangelnde Abgrenzung und zu wenig Engagement gegen Randalierer vorgeworfen.

Zunächst, so heißt es in der Pressemitteilung, sei man sich natürlich bewusst, dass gewaltbereite Fans nur einen sehr kleinen Teil der Fankultur ausmachen. Dennoch sei man enttäuscht, dass sich die anderen, friedlichen Fans diesen gegenüber Ignoranz, wenn nicht sogar Sympathie entgegen bringen würden. Jedoch möchte die Polizei keine böse Absicht unterstellen. Es könnte auch einfach Angst im Spiel sein.

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In der Vergangenheit habe die reine Lagebewätigung im Vordergrund gestanden, jedoch habe die Vermummung einiger Fans gezeigt, dass eine gewisse Gewaltbereitschaft bestehe und man somit darauf reagieren müsse.

Zukünftig wolle man verstärkt daran arbeiten, bei Risikospielen gegen Randalierer vorzugehen. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft sei man bestrebt, verstärkt Beweise zu sichern und Straftaten zu verfolgen. Gewaltbereite Fans müssten sich in Zukunft auf Reise- oder Stadionverbote gefasst machen.

Gleichzeitig führe das neue Engagement zu einer erheblichen Steigerung der aufgebotenen Einsatztruppen. Zudem könne es in bestimmten Problembereichen, zu einer Erhöhung der An- und Abreisezeiten kommen.

 mz