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National

Polizei verbietet Israel-Fahne im Gästeblock

Autor: Maximilian Gehrmann Veröffentlicht: 27. April 2015
Quelle: imago

Beim gestrigen Spiel zwischen Union Berlin und dem FC Ingolstadt mussten FCI-Anhänger auf Anordnung der Polizei eine Israel-Fahne abhängen.

Die Fans hatten die Fahne zur Unterstützung ihres israelischen Spielers Almog Cohen angebracht. Die Berliner Polizei interpretierte das Aufhängen der Fahne offenbar als politischen Akt und begründete ihr Vorgehen mit der sogenannten „Berliner Linie“, die politische Neutralität bei Großveranstaltungen vorsehen würde.

Laut textilvergehen.de hatte Union zwar die theoretische Möglichkeit, sich mit dem Hausrecht über diese Anordnung hinwegzusetzen, entschied sich aber dagegen, da die Polizei die Anweisung ausdrücklich mit „Gefahrenabwehr“ begründete.

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Thomas Neuendorf, stellvertretender Polizeisprecher Berlins äußerte sich gegenüber bz-berlin.de : „Das Einsammeln der Israel-Flagge war eine Entscheidung des Polizeiführers. Diese Entscheidung wird nun geprüft. Dazu wird der Polizeiführer dem Polizeipräsidenten einen Bericht vorlegen. Erst dann wird die Behördenleitung den Fall bewerten.“

Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt bat nun via Twitter um Entschuldigung bei den Betroffenen: