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National

Polizei schickt Union-Fans zurück

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. Februar 2017
Quelle: imago

Vor dem Zweitliga-Spiel des Karlsruher SC gegen Union Berlin hat die Polizei großen Gruppen beider Fanlager den Zutritt zum Stadion verwehrt. 

In ihrer Mitteilung begründet die Polizei diese Maßnahme mit dem Verdacht, dass beide Fanlager eine Drittortauseinandersetzung gesucht hätten. Die Beamten stoppten eine Straßenbahn mit rund 200 „dunkel bekleideten“ Berliner Fans und nahmen von allen Personen die Personalien auf. Zudem fanden sie Vermummungsgegenstände und Betäubungsmittel in geringen Mengen. Anschließend sprach die Polizei sämtlichen kontrollierten Fans einen Platzverweis für die Stadt Karlsruhe aus und begleitete sie zur Landesgrenze.

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Zeitgleich kontrollierten Polizeibeamte im Karlsruher Schlossgarten eine Gruppe von etwa 100 KSC-Fans. Auch diese seien „vermehrt dunkel gekleidet“ gewesen. Auch hier fanden die Beamten bei einigen Personen Vermummungsmaterial, Mundschutz und Quarzhandschuhe sowie Betäubungsmittel.Die KSC-Fans durften nun ebenfalls nicht mehr ins Stadion, sondern wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Die Berliner Ultragruppe „Hammerhearts“ kritisiert die polizeilichen Maßnahmen in einer eigenen Stelllungnahme derweil scharf. „Wieder ein Zeichen, wie die ausführenden Organe dieses Landes alle Entscheidungsgewalt besitzen, um über das Schicksal vieler einzelner zu richten. Grundlos!“, heißt es darin. Nach Darstellung der Ultras teilte die Polizei den Fans zunächst nicht mit, dass es für sie nicht zum Stadion, sondern zurück in die Heimat gehen sollte.

Im Gästeblock des Wildpark-Stadions fehlten dann dementsprechend die Zaunfahnen der Berliner Ultragruppen sowie ihre Besitzer, die einen 2:1-Auswärtssieg ihrer Mannschaft verpassten.