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National

Polizei erhebt schwere Vorwürfe gegen Hansa

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 15. August 2017
Quelle: imago

Das Pokalspiel zwischen dem FC Hansa Rostock und Hertha BSC ist von Vorfällen auf den Rängen überschattet worden. Die Polizei gibt dem Heimverein daran eine Mitschuld. 

Gegen Mitte der zweiten Halbzeit präsentierten Rostocker Anhänger auf der Südtribüne in Richtung des anliegenden Gästeblocks eine große Zaunfahne mit der Aufschrift „Ostkurve Hertha BSC“, die vor drei Jahren bei einem Einbruch ins Berliner Olympiastadion gestohlen wurde. Anschließend setzten sie die Fahne in Brand, woraufhin wiederholt Pyrotechnik zwischen den Fanlagern hin und her flog.

Der Schiedsrichter unterbrach die Partie daraufhin für rund eine Viertelstunde. Während durch die angezündeten Fanutensilien im Pufferblock einzelne Sitzschalen in Brand gerieten, beriet das Gespann mit DFB-Verantwortlichen und der Polizei über einen Spielabbruch. Weite Teile des Ostseestadions distanzierten sich derweil mit „Und ihr wollt Hansa Rostock sein?“-Gesängen von den für die Unterbrechung verantwortlichen Fans. Schließlich ging es dann aber doch weiter.

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Bereits kurz nach der Halbzeitpause hatte der Schiedsrichter das Spiel wegen einer Pyroshow der Berliner Fans unterbrochen.

Schwere Vorwürfe gegen den Heimverein erhebt derweil die Rostocker Polizei. „Bereits während unserer heutigen Einsatzbesprechung informierte mich der Verein F.C. Hansa Rostock, dass laut Informationen der Vereinsführung sich das gestohlene Banner bereits im Stadion befinde und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ausgerollt werden solle“, erklärt Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock.

Ordner und Polizisten durchsuchten daher im Vorfeld der Partie die Südtribüne konnten die Fahne jedoch nicht finden. Da sie ausschließt, dass das Banner mithilfe der Ordner ins Stadion gelangt ist, liegt für die Polizei die Vermutung nahe, „dass das Banner über vereinseigene Strukturen und mit Wissen von Vereinsoffiziellen ins Stadion gelangen konnte.“