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National

Pokalfinale wird zur Ohrfeige für den DFB

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 28. Mai 2017
Quelle: imago

Das hatten sich die Herren in Frankfurt wohl anders vorgestellt: Im Finale des DFB-Pokals zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund ließen beide Fanszenen keine Gelegenheit aus, um gegen den Verband und die zunehmende Eventisierung des Fußballs zu protestieren. 

Bereits vor dem Anpfiff der Partie brachten beide Fanlager ihre Ablehnung dem Verband gegenüber in einem „Scheiß DFB“-Wechselgesang zum Ausdruck:

Zum Einlaufen der Mannschaften zündeten die Dortmunder Ultras dann in ihrer Kurve am Marathontor massiv Pyrotechnik – den hohen Strafen, die es dafür bei den Endspielen der vergangenen Jahre gegeben hatte, zum Trotz. Zudem präsentierten die BVB-Fans Spruchbänder mit den Aufschriften „Scheiß DFB“ und „Scheiß Polizei“.

Über das Spiel hinweg folgten von Dortmunder Seite auf Transparenten weitere eindeutige Botschaften gegen den Verband, darunter auch ein durch rote Bengalos illuminiertes „Krieg dem DFB“, sowie weitere Pyro-Einlagen. Auch die Frankfurter zündeten zu Beginn der zweiten Halbzeit einige rote Fackeln.

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Gründlich in die Hose ging darüber hinaus der Auftritt von Helene Fischer, den sich der DFB für die Halbzeitpause hatte einfallen lassen. Aus Protest gegen die Showeinlage gab es insbesondere aus der Frankfurter Kurve gellende Pfiffe, welche die Tontechniker für die Fernsehübertragung hektisch auszublenden versuchten.

Im Vorfeld der Partie hatten einige Frankfurter Kneipen Freibier angekündigt, sollten die Fans es schaffen, die Schlagersängerin mit ihren Pfiffen zu übertönen. Immerhin: Helene Fischer selbst nahm die Aktion mit Humor:

Ein deutliches passenderes Rahmenprogramm für ein Pokal-Endspiel lieferten da die Fans von Eintracht Frankfurtmit einer großartigen Choreo und spektakulären Wechselgesängen:

Selbstverständlich kündigte der DFB bereits Ermittlungen wegen der Vorfälle an. „Wir werden die Vorfälle mit den Sicherheitsbehörden analysieren und die Sportgerichtsbarkeit wird sich intensiv mit notwendigen Sanktionsmaßnahmen befassen“, sagte Friedrich Curtius, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes gegenüber n-tv.