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National

Pfalz Inferno äußert sich zum Spruchband in Nürnberg

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. August 2017
Quelle: imago

Mit ihrem Spruchband gegen die Spieler Marius Müller und Gino Fechner, die in der Sommerpause von RB Leipzig nach Kaiserslautern gewechselt waren, haben die Ultras des Pfalz Inferno für viele Diskussionen gesorgt. Nun schildert die Gruppe ihre Beweggründe für das Banner. 

Zunächst geht die Gruppe jedoch auf die kontroversen Diskussionen des Banners auch innerhalb der FCK-Fanszene ein und betont, dass ein kritisches Spruchband nie die Meinung aller Fans repräsentieren könne. „Zu der geäußerten Meinung […] stehen wir, akzeptieren und verstehen aber natürlich auch Meinungen, die nicht mit unserer übereinstimmen“, so das Pfalz Inferno.

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In der Verpflichtung der beiden Spieler sehen die Ultras einen Bruch mit der Ankündigung der FCK-Verantwortlichen, nur noch „Charakterspieler“ zu verpflichten, „welche die Betze-Tugenden verkörpern“. Auch wenn dieser Begriff nicht klar definierbar sei, sind diese Tugenden für das Pfalz Inferno nicht mit RB Leipzig und dem dahinterstehenden Konzern vereinbar.

„Ein Konzern, welcher den Tod von Sportlern zur Gewinnmaximierung in anderen Sportarten billigend in Kauf nimmt, der seine Spieler wie Leibeigene im eigenen Vereinsgeflecht umherschiebt, ein Konzern, der einen großen österreichischen Traditionsverein ohne Rücksicht auf dessen Werte für seine Werbezwecke missbraucht, keinerlei Mitbestimmung der Mitglieder im Verein zulässt und den Fußball nur als Werbeplattform für sein Produkt sieht, kann mit diesen Tugenden nicht im Einklang stehen“, so die Gruppe. Jeder Spieler der einen Vertrag bei Leipzig unterschreibe, unterstütze damit auch bewusst und aktiv „den Untergang unseres Volkssportes“.

Durch die Leihe von Torwart Müller unterstütze der FCK mit der weiteren Ausbildung durch Torwarttrainer Gerry Ehrmann zudem RB Leipzig direkt, indem er für weitere Aufgaben dort vorbereitet werde. „Jeder Spieler kann aufgrund der sportlichen Perspektive und allem, was damit verbunden ist, den FCK verlassen“, so das Pfalz Inferno. „Wechsel vom FCK zu RB Leipzig aber lehnen wir unter anderem aus den oben genannten Gründen generell ab und wenn sich ein Spieler dennoch für dieses Konstrukt entscheidet, muss er sich bewusst sein, dass er hier nicht mehr mit offenen Armen empfangen wird. Erst recht, wenn er selbst schon mit unserem Logo auf der Brust gegen RB gespielt hat.“