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National

PETA fordert Stadionverbot für Rostocker Fischwerfer

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 19. Oktober 2017
Quelle: imago

„Wir haben euch was mitgebracht: Fisch, Fisch, Fisch“, riefen Fans von Hansa Rostock beim Auswärtsspiel in Jena und warfen dazu die passende Räucherware in die benachbarte Südkurve. Die Aktion hat nun die Tierschutz-Organisation PETA auf den Plan gerufen. 

„PETAs Ansicht nach ist es respektlos, tote Tiere zu missbrauchen, um der eigenen Frustration Ausdruck zu verleihen“, teilte die Organisation mit. Bereits am Montag wandte sich PETA mit einem Schreiben an DFB-Präsident Reinhard Grindel.

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Darin fordert die Organisation neben Stadionverboten für die mit Fischen werfenden Fans verschärfte Eingangskontrollen, da in der Vergangenheit immer wieder tote Tiere in Stadien eingeschleust worden seien.

Zudem schlug PETA dem DFB vor, am Stadioneingang künftig das Buch „What a Fish Knows“ des Biologen Jonathan Balcombe zur Ansicht oder zum Verkauf auszulegen, damit sich die Fußballfans über Fische informieren können. Die ersten zehn Exemplare würde die Tierrechtsorganisation kostenlos zur Verfügung stellen.

„Es ist respektlos, mit toten Fischen zu werfen – insbesondere in Anbetracht der mehr als 1.000 Milliarden Fische, die jedes Jahr weltweit gefangen werden und qualvoll sterben“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Wir brauchen mehr Aufklärung darüber, dass Fische empfindungsfähige und sensible Wirbeltiere sind, die, genau wie wir Menschen, Angst und Schmerzen spüren.“

Tatsächlich ermittelt Kontrollausschuss des Verbands bereits gegen die Rostocker und hat den Verein zu einer Stellungnahme aufgefordert.