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International

„Pay what you can“-Ticket wird in Schottland getestet

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 08. Januar 2015

Viele Vereine in Schottland haben mit rückläufigen Zuschauerzahlen zu kämpfen. Der schottische Club Inverness Caledonian Thist testet als erster Erstligist das „Pay what you can“-Ticket, um diesem Trend entgegenzuwirken. 

Oftmals werden Vereine wegen ihrer Preispolitik bezüglich der Eintrittskarten kritisiert. Inverness will nun dieser Kritik entgegenwirken und das „Pay what you can“-Ticket im nächsten Heimspiel gegen den FC St. Johnstone testen.

Der Club konnte bei Heimspielen bisher circa 4.000 Besucher begrüßen und hofft durch die neue Maßnahme die Fanbasis zu vergrößern und auch vermehrt Familien in das Stadion zu locken.

Der Vorstandschef des Club sagte diesbezüglich in einem Interview mit Eurosport: „Es sind schwere Zeiten für Fußballfans und wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir helfen können. In der Presse liest man oft, dass Eintrittskarten in Schottland überteuert sind und eine Preissenkung einen drastischen Anstieg der Zuschauerzahlen mit sich bringen würde. Jetzt haben wir die Möglichkeit zu testen, ob das wirklich der Fall ist.“

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Beim Spiel gegen Johnstone am 20. Januar gibt es weder für Heim- noch für Gästefans einen Mindestpreis der Tickets. Desweiteren will Inverness bei einem weiteren Spiel in diesem Monat die Maßnahme einführen, dass Kinder unter 12 Jahren freien Eintritt haben, wenn sie in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kommen sollten.

Im letzten Jahr hat bereits der schottische Zweitligist Albion Rovers das „Pay what you can“-Ticket getestet. Die Folge war eine 125%ige Steigerung der Zuschauerzahlen und 165%ige Steigerung der Absätze im Fanshop am Spieltag.

Sollte die Maßnahme auch in der ersten Liga Erfolg zeigen, könnten sich auch weitere Clubs ein Beispiel an der Eintrittspreis-Strategie nehmen.

 

st