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National

PAOK will Mazedonier ausschließen: UGE protestieren

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 10. Februar 2017
Quelle: imago

Im Europa-League-Sechzehntelfinale tritt der FC Schalke 04 am kommenden Donnerstag bei PAOK Saloniki an. Weil ihren mazedonischen Freunden der Zutritt zum Stadion verwehrt werden soll, kritisieren die Ultras Gelsenkirchen die Gastgeber sowie die UEFA, nehmen aber auch den eigenen Verein in die Pflicht. 

Wie der FC Schalke 04 mitteilt, ist bei der Partie das Mitbringen von Fanartikeln von Vardar Skopje, zu dessen Anhängern die Ultras Gelsenkirchen eine Fanfreundschaft pflegen, oder mazedonischen Flaggen verboten. Zudem soll laut Ultras Gelsenkirchen mazedonischen Staatsbürgern der Einlass zum Toumba-Stadion verwehrt werden. Diese Maßnahmen kritisieren die Ultras in einer Stellungnahme scharf:

Unabhängig von der betroffenen Nationalität und unserem persönlichen Bezug zu den Anhängern von Vardar Skopje, sind wir schockiert über diese Vorgaben und die Vorgehensweise der Offiziellen von PAOK Saloniki.

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In Zeiten, in denen die UEFA zu jeder sich bietenden Gelegenheit Videoclips mit internationalen Stars unterschiedlicher Nationalitäten produziert, um damit für ihre große „Respect“-Kampagne zu werben und sich öffentlich klar gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit zu positionieren, scheint es auf offiziellen und legalem Wege trotzdem möglich zu sein, Fußballfans aufgrund ihrer Herkunft von einem Fußballspiel auszuschließen und somit öffentlich zu diskriminieren.
An dieser Stelle sollten die Verantwortlichen der UEFA Worten Taten folgen lassen, anstatt weitere Millionen in aufgesetzte und korrupte Kampagnen zu stecken.

Laut den Angaben unserer Vereinsvertreter wurden sowohl die UEFA, als auch Verantwortliche des Vereins PAOK Saloniki schriftlich auf diese Missstände hingewiesen und um eine entsprechende Stellungnahme gebeten. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es noch keine Antwort oder Stellungnahme der jeweiligen Institutionen. Wir haben heute die Information erhalten, dass sich unser Verein nicht öffentlich zu diesem Thema äußern wird.

Gerade vor dem Hintergrund der Geschehnisse der Vergangenheit rund um den Polizeieinsatz in unserer Kurve sowie der Werte unseres Vereinsleitbildes, hoffen wir, dass sich unser Verein noch dazu entschließt klar Stellung zu beziehen und diese Zustände gemeinsam mit seinen Anhängern nicht toleriert.

Von Gelsenkirchen bis Skopje – Seite an Seite für Blau und Weiß !

Bei einem vorherigen Aufeinandertreffen der beiden Vereine im Jahr 2013 hatte eine mazedonische Flagge für einen umstrittenen Polizeieinsatz in der Schalker Nordkurve gesorgt, weil sich Gästefans angeblich provoziert gefühlt und mit einem Platzsturm gedroht hätten.