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International

Oyston Out! Blackpool-Fans gegen den Vorstand

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 22. Juli 2014
Quelle: imago

Beim englischen Zweitligisten Blackpool hängt der Haussegen gewaltig schief. Die sportliche Talfahrt wird seit Monaten begleitet von anhaltenden Fan-Protesten. Diese richten sich gegen den Vorstandsvorsitzenden Karl Oyston.

Blackpool FC wurde zuletzt 20. der zweitklassigen Championship und entrann nur knapp dem Abstieg. Im Moment stellt der Club gerade mal acht Spieler, die Vorbereitungs-Tour durch Spanien musste abgesagt werden. Die Zukunft von Teamchef José Riga ist unsicher, auch er soll wegen der Transferpolitik seine Vorgesetzten kritisiert haben. Fans fürchten um ihr Team, doch Karl Oysten winkt ab. Er sehe „absolut keinen Grund, warum wir nicht in der Lage sein sollten, ausreichende Anzahl und Qualität zu verpflichten, um in der Championship bestehen zu können.“

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Die Anhänger des Clubs aus Lancashire im Nordwesten Englands sehen das jedoch etwas weniger optimistisch und protestieren als Flash Mob vor dem Blackpool Tower. Mehr als 300 Menschen formten ein „Oysten Out“ und entrollten ein riesiges Plakat. Bereits im April gab es schon eine aufsehenerregende Aktion, als während des Spiels gegen Burnley unzählige Tennisbälle auf den Platz geworfen wurden. Skandiert wurde auch hier „Oyston Out!“

Karl Oyston, englischer Geschäftsmann und Millionär, übernahm 1999 den Vorsitz. Zuvor hielten bereits seine Mutter, Vicky, und sein Vater Owen diese Position inne. Letzterer besitzt auch die Mehrheit des Clubs, der Einfluss der Familie auf die „Seasiders“ ist dementsprechend hoch.

Neben der Aktion vor dem Tower läuft ebenso eine Petition mit beinahe 2500 Unterzeichnern. Der Initiator prangert neben der Transferpolitik auch nicht eingehaltene Versprechen an, auch die Kommunikationsbereitschaft des Vereins ist unzureichend. Die seit Jahren angestaute Unzufriedenheit bei den Fans spitzt sich nun entscheidend zu.

moG