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National

Nordwestkurve beklagt Forderungen von „Scharfmachern“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 01. Dezember 2015

In einer Stellungnahme äußert sich die Nordwestkurve Frankfurt auf ihrer Homepage zu derzeitigen und geforderten Sicherheißtsmaßnahmen nach den Anschlägen von Paris, die auch zahlreiche Fußballfans betreffen. Die Organisation beklagt eine Instrumentalisierung der Vorfälle zugunsten verschärfter Repressionen.

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Im Zentrum der Kritik stehen dabei geforderte Maßnahmen wie personalisierte Eintrittskarten, der Stadionzutritt per Fingerabdruck oder der Einsatz von Nacktscannern. Auch beklagt die Nordwestkurve, dass die Anschläge von Paris von manchen Funktionären lediglich dazu instrumentalisiert würden, ihre „kruden Maßnahmen“ durchsetzen zu können. „Dass nach solch einem Spiel wie in Paris niemand im Stadion mit Böllern um sich werfen wird, ist selbstverständlich, dazu braucht es auch keine verlogenen Appelle gewisser Institutionen. Es ist dagegen fast schon widerlich, wie man die Anschläge für den eigenen Kampf gegen Pyrotechnik insgesamt instrumentalisieren will“, heißt es in der Stellungnahme.

Die Freiheit und Vielfalt der Fankurven dürften nicht einer vermeintlichen Sicherheit geopfert werden: „Wir dürfen die Kreativität, die Lautstärke, die Buntheit und die Leidenschaft der Fans nicht zugunsten des Fetischs einer falsch verstandenen und trügerischen Sicherheit, die es niemals geben kann, zu Grabe tragen“, heißt es weiter.

Die Nordwestkurve fordert die Funktionäre und Verbände auf, nach ihren eigenen Appellen zu handeln und das Leben nicht aufgrund einer bestehenden Gefahr zu ändern: „Wendet alle rechtsstaatlichen Maßnahmen an, die es für solche Fälle gibt, aber schränkt nicht die Grundsätze ein, die uns derzeit noch positiv von anderen Staatsformen abheben, euer Streben in diese Richtung macht den deutschen Fanszenen zu Recht große Sorgen“ gibt die Organisation zu bedenken.