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National

„Nicht mit uns!“

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 06. Februar 2015
Quelle: imago

Am vergangenen Samstag stand der 49. Geburtstag von Energie Cottbus an. Passend dazu spielten die Lausitzer in Erfurt. Cottbuser Ultras planten eine Choreographie für die Partie, welche sie anmeldeten und auch genehmigt wurde. Doch vor Ort kam alles anders.

Geburtstage sind da um sie standesgemäß zu feiern. Das dachte sich auch Cottbus Ultras Gruppierung „Ultima Raka“. Anlässlich des 49-jährigen Bestehens ihres Vereines organisierten sie eine Choreographie für das Auswärtsspiel am letzten Samstag in Erfurt. Die Choreo wurde offiziell angemeldet und auch von Rot-Weiß Erfurt genehmigt.

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„Einen Strich durch die Rechnung machte uns letzten Endes nämlich der Gastgeber selbst. ‚Choreo kein Problem!‘, hieß es, ABER: ‚Wir wollen von acht Leuten die Daten haben.‘ Diese acht sollten nicht nur für die 896 Fans haften, welche sich im Vorverkauf für freche 14 € ne Stehplatzkarte unüberdacht geleistet haben, sondern auch noch für all jene, welche sich am Spieltag noch am Gästeblock ein Ticket sichern“, heißt es in der Mitteilung der aktiven Cottbuser Fanszene.

„In Erfurt haften also acht Leute unabhängig von eigenem Verschulden dafür, dass etwa 1.300 Leute in einem Block politisch korrekt bleiben bzw. in Erfurt werden acht Leute dafür verantwortlich gemacht, dass an anderer Stelle jemand seinen Job nicht ordentlich gemacht hat! Nicht mit uns!“, so die Stellungnahme weiter.

„Ultima Raka“ kritisiert Rot-Weiß Erfurt, da der Verein selber erst kürzlich von einem harten Urteil des DFB bestraft wurde. Die hohe Geldstrafe für die angemeldete Pyroshow verurteilten Verein und Fans ebenso. Die Cottbuser Ultras werfen den Erfurtern vor, ähnliche Methoden wie der DFB anzuwenden. „So wenig Verständnis wir für das Urteil des DFB für die Veranstaltung nach dem Spiel von Erfurt gegen Groningen aufbringen können, so wenig Verständnis haben wir für eine derartige Verfahrensweise seitens des FC Rot-Weiß Erfurt gegenüber den Gästefans. Wer sich selbst auf diese krumme Tour sein eigenes Recht schafft, braucht sich auch nicht darüber aufregen, dass der DFB sich ebenfalls wie ein Staat im Staate aufführt.“

Die komplette Mitteilung von „Ultima Raka“ könnt ihr hier nachlesen.