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National

Namensrechte des Westfalenstadions bis 2026 verkauft

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 26. August 2014
Quelle: imago

Borussia Dortmund hat mit der Kapitalerhöhung und der Verlängerung der Namensrechte für das Stadion bis 2026 neue Millionen erschlossen. Für viele Fans des BVB hat das neu gewonnene Kapital einen bitteren Beigeschmack.

Mit den neuen Millionen will sich Borussia Dortmund an die Kaufkraft des FC Bayern annähern. Die Verlängerung der Namensrechte des Stadions sorgt allerdings für Unmut, was sich allein schon an zwei Spruchbändern zeigt, die beim Spiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag präsentiert wurden.

Auf dem ersten Spruchband war „2005 – 2026: Prostitution statt Tradition. Für immer Westfalenstadion“ zu lesen. Das Zweite bezog sich auf die, wieder einmal, erhöhten Ticketpreise beim BVB: „Bald kommen nur noch die Reichen rein? Armer BVB!“

Viele Fans des BVB wünschen sich, dass die neu gewonnenen Millionen nicht nur in Steine und Beine, sondern auch teilweise in die Fans reinvestiert werden. Dies sei beispielsweise durch die Senkung der Kartenpreise ein Schritt in die richtige Richtung.

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„Für immer Westfalenstadion“

Der Verkauf der Namensrechte ist für viele BVB Anhänger ein harter Schlag, aber unabhängig von der Namensgebung eines Sponsors heißt das Dortmunder Stadion für wahre Fans der Borussia immer noch Westfalenstadion. So wie der alt-ehrwürdige Betonklotz seit seiner Einweihung am 02.April 1974 bis zum ersten Verkauf der Namensrechte am 01. Dezember 2005 hieß.

Wie fanzeit bereits berichtete, weigern sich auch Fans anderer Vereine, von Sponsoren gegebene Namen überhaupt nur auszusprechen und bezeichnen „ihr“ Stadion meist noch mit dem ursprünglichen Namen. Wenn man schon nicht den traditionsreichen Namen des Stadion jede zweite Woche am Stadion prangen sehen kann, so lebt er bei vielen in den Köpfen und Herzen weiter. Oder hat jemand schonmal gehört „Komm, wir gehen in den Signal-Iduna-Park?“

 

st